Vielfalt entfalten

Vielfalt entfalten

Eduard, das Chamäleon, ist das Sinnbild für den Fachtag der Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilpädagogik unter dem Motto „Vielfalt entfalten“. Foto: PLSW

Was hat sich in der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen in 50 Jahren verändert? Wie steht es um die Inklusion heute? Und was wünschen sich Menschen mit Beeinträchtigungen, damit Inklusion gelingt?

Mit diesen Fragestellungen befasst sich ein Fachtag, den die „Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilpädagogik“ der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland GmbH (PLSW) für Sonnabend, 22. Februar, 11 bis 15 Uhr, in ihrer Schule am Ostring 10a in Stadthagen plant – und zu dem alle willkommen sind.

Angehende Heilerziehungspfleger setzen sich seit Wochen intensiv mit dem Fachtag auseinander. In dem dualen System ihrer Ausbildung nutzen sie dafür sowohl die Tage in der Fachschule als auch ihre Arbeitstage in den Einrichtungen, in denen sie lernen, Menschen mit Beeinträchtigungen zu unterstützen.

Wie hat sich die Heilerziehungspflege innerhalb der vergangenen 50 Jahre verändert? Das ist eine zentrale Frage im Unterricht und die Ergebnisse daraus werden Fachschüler am 22. Februar präsentieren. Daraus ergeben sich bereits viele Ansatzpunkte für den folgenden dialogischen Vortrag, den Prof. Dr. Michael Komorek, Professor für Inklusion an der Evangelischen Hochschule Berlin, zum weiten Feld der Inklusion halten wird.

Er will bei den Wurzeln der Inklusion in der Behindertenrechtskonvention beginnen und einen Schwerpunkt seiner Ausführungen der Frage widmen, wie Inklusion im Sozialraum gelingen kann mit dem Ziel, die Bemühungen um Inklusion hinfällig zu machen – weil sie nämlich vollendet ist.

Komorek wird auch die anschließende Gesprächsrunde leiten, in der Menschen aus Vereinen und Politik, mit Lehrkräften und Schülern der Fachschule sowie Menschen mit Beeinträchtigungen sich zu dieser Fragestellung äußern.

Nach der Diskussion sind alle Teilnehmer eingeladen zu einem HEPy-Meal – dem Angebot zu vertiefenden Gesprächen in kleinen Gruppen, zu denen ein Snack gereicht wird. Die Bezeichnung für diesen Teil des Fachtages ergibt sich aus der Abkürzung für den langen Begriff Heilerziehungspfleger. Er lautet einfach „HEP“.

In der Fachschule werden außerdem Kunstarbeiten angehender Heilpädagogen zum Thema „Vielfalt entfalten“ zu sehen sein. Eines der Kunstwerke ist Eduard, das Chamäleon. So haben seine Schöpferinnen Kim Brenning, Laura Michel und Sara Hücker ihn getauft: Ein Sinnbild für den Wandel ihres Arbeitsfeldes und für die bunte Vielfalt der Menschen, mit denen sie arbeiten.

Anmeldungen zu dem Fachtag werden unter der Telefonnummer (0 57 21) 700-0 oder per E-Mail an zentrale@plsw.de entgegengenommen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Der Fachtag ist eine der Aktionen, die die PLSW innerhalb des Jahres ihres 50-jährigen Bestehens anbietet. „gemeinsam anders.“ lautet das Motto des Jahres und dieses Motto soll mit Leben gefüllt werden - indem die PLSW öffentlich macht, welche Chancen eine inklusive Gesellschaft für alle in sich birgt und um für die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen zu werben.