Im Zusammenhang mit dem Mord an der 19-jährigen Andrea Korzen sitzen vier Verdächtige in Untersuchungshaft. Foto: Polizei Nienburg

Im Zusammenhang mit dem Mord an der 19-jährigen Andrea Korzen sitzen vier Verdächtige in Untersuchungshaft. Foto: Polizei Nienburg

Nienburg 14.07.2020 Von Sebastian Schwake

Fünfte Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß

Mordfall Andrea Korzen: Vier Verdächtige in Untersuchungshaft, sieben Objekte durchsucht

Im Zusammenhang mit dem Mord an Andrea Korzen sitzen vier Verdächtige in Untersuchungshaft. Eine 25-Jährige wurde wieder auf freien Fuß gesetzt, weil gegen sie kein hinreichender Tatverdacht bestehe, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Dabei handelt es sich um die Verlobte des 21-jährigen Mannes, der zuletzt mit Andrea Korzen liiert gewesen sein und sie zur Prostitution gezwungen haben soll.

Das Paar wurde bereits am Dienstag, 7. Juli, in Stotel-Loxstedt von einem mobilen Einsatzkommando festgenommen. Dem 21-Jährigen werfen die Ermittler eine Beteiligung an dem Mord der 19-jährigen Andrea Korzen vor. Während sich der Mann in Untersuchungshaft befindet, wurde der Haftbefehl gegen die Frau aufgehoben, weil gegen sie kein dringender Tatverdacht besteht.

In Untersuchungshaft sitzen zudem drei Nienburger, zwei Männer im Alter von 40 und 53 Jahren und eine 39-jährige Frau. Sie waren am vergangenen Donnerstag in Nienburg festgenommen worden. Ihnen werfen die Ermittler ebenfalls eine Beteiligung an dem Mord vor. Gegen alle drei wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle erlassen.

Im Zusammenhang mit den Festnahmen erfolgten am 9. Juli mehrere Durchsuchungsmaßnahmen in Nienburg sowie in den Landkreisen Wiesmoor, Cuxhaven und Heidekreis. Insgesamt wurden sieben Objekte durchsucht, zwei davon in Nienburg. Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg wurde dabei unter anderem durch Kräfte der Bereitschaftspolizei Hannover und die Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes unterstützt.

Die weiteren Ermittlungen sind nunmehr darauf gerichtet, ausgehend vom Fund des Opfers am 28. April im Schleusenkanal bei Balge, die näheren Umstände und Hintergründe dieser grausamen Tat zu rekonstruieren.

Nach den vorliegenden Erkenntnissen wurde Andrea Korzen mit einer Betonplatte beschwert bei lebendigem Leib in die Weser geworfen, in der sie ertrank.

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Erstellt:
14. Juli 2020, 08:49 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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