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15.12.2020 Von Die Harke

Visumfreies Reisen in Zeiten von Corona – was gibt es zu beachten?

Visumfreie Reisen waren noch im letzten Jahr jederzeit möglich. In Zeiten von Corona ist es nicht leicht zu pendeln oder konkret in verschiedene Länder einzureisen. Bereits seit Oktober gibt es für jedes Land individuelle Reisehinweise, die sich auch auf die Menschen auswirken, die ein Visum haben oder eines beantragen möchten. Jedes Corona-Risikogebiet ist automatisch mit einer Reisewarnung versehen. Das bedeutet zwar noch kein direktes Verbot, jedoch besteht das Problem, dass Reiserückkehrer verpflichtet sind, einen Corona Test zu machen oder in Quarantäne zu gehen.

Dies gilt jedoch nicht nur für Reisen innerhalb Deutschlands. Besonders die Länder, in denen ein Visum benötigt wird und gleichzeitig als Risikogebiet gelten, haben ihre eigenen Regeln.

Wer beispielsweise aus einem Risikogebiet nach Deutschland reist, muss sich im Vorfeld elektronisch registrieren. Das Bundesministerium für Gesundheit hat dieses Gesetz in Kraft getreten. Mit Hilfe einer digitalen Einreiseanmeldung erhalten die zuständigen Gesundheitsämter alle relevanten Informationen über den Reisenden. Mit der Anmeldung können die Ämter kontrollieren, ob der Reisende seine Quarantänepflicht einhält oder gegen die Regeln verstößt. Es ist dabei egal, ob der Reisende seinen Wohnsitz in Deutschland hat und im Ausland arbeitet.

Pendler müssen Reisehinweise ebenfalls beachten

Je nachdem, ob man sich aus beruflichen Gründen im Ausland aufhält oder aber auch, um seinen Zweitwohnsitz anzutreten. Fakt ist, dass Pendler auf die Reisehinweise achten müssen. Die weltweit geltenden Reisehinweise sind für jeden einzuhalten, auch wenn jemand zwei Wohnsitze hat.

Die aktuellen Reisehinweise kann jeder auf der Webseite des auswärtigen Amtes nachlesen. Dort werden auch die Corona-Regeln und Bestimmungen der jeweiligen Länder aufgezeigt.

Wer beispielsweise in Europa arbeitet und täglich über die Grenzen in ein anderes Land reisen muss, der darf dies auch weiterhin. Der sogenannte grenzüberschreitende Verkehr ist für Berufspendler auch weiterhin gewährleistet. Dies gilt ebenso für den Warenverkehr.

Fraglich ist, welche Regelungen für Reisen mit Visum, wie beispielsweise die USA gelten. Generell ist es wichtig zu schauen, welche Zwecke eigentlich genehmigt werden können, um in die USA zu reisen. Dazu gehören beispielsweise Freizeit- oder sogar Tourismusreisen, aber auch der Besuch von Freunden oder Verwandten.

Weitere Reisegründe sind vor allem Studien, Beschäftigungen und Arbeitsverhältnisse. In allen Bereichen hat man die Möglichkeit, ein Visum zu beantragen und zu bekommen. Außerdem muss der Antragsteller gewisse Anforderungen erfüllen, um überhaupt ein Visum beantragen zu können. Dies funktioniert mittlerweile über das ESTAS und ist elektronisch möglich.

Doch wie funktioniert dies in Corona Zeiten?

Fraglich ist ebenfalls, ob man in Corona-Zeiten überhaupt einen Antrag stellen darf. Schließlich gibt es weltweites Reiseverbot, auch in die USA. Wer von Deutschland aus Reisen möchte muss bereits hier im Land einige Richtlinien erfüllen und natürlich einen Grund haben, um zu reisen. Ohne triftigen Grund rät die Regierung von Reisen ab. Es ist natürlich weiterhin möglich, ein Visum zu beantragen. Jedoch sollte man bedenken, dass die Bearbeitung zur jetzigen Zeit viel länger dauern wird. Es werden weiterhin alle Visumanträge der Berufsgruppen, wie beispielsweise der Pflege und dem Gesundheitswesen, entgegengenommen und auch bearbeitet.

Personen, die nicht zum Fachpersonal im Gesundheits- und Pflegewesen gehören, werden Schwierigkeiten haben, das Visum genehmigt zu bekommen. Dieser Fachbereich ist schließlich von den Reisebeschränkungen ausgenommen. Solange diese noch gelten und das Infektionsgeschehen sich in Deutschland und der restlichen Welt nicht ändert, gelten auch die anhaltenden Richtlinien.

Selbst Menschen, die beispielsweise auf Arbeitsplatzsuche in Deutschland sind und bereits ein Visum haben, müssen nicht sofort ausreisen, sondern müssen sich bei der zuständigen Behörde melden. Der Aufenthaltszweck wird mit einer Kündigung zwar nicht mehr gewährleistet, jedoch besteht der Ermessensspielraum auch während der Corona Pandemie. Es ist für jede Berufsgruppe und jeden Reisezweck sehr wichtig, sich beim auswärtigen Amt zu informieren, welche Regeln gelten.

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Erstellt:
15. Dezember 2020, 12:53 Uhr
Lesedauer:
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