Marja-Liisa Völlers und Grant Hendrik Tonne wollen den Druck auf K+S erhöhen. Foto: Grosch

Marja-Liisa Völlers und Grant Hendrik Tonne wollen den Druck auf K+S erhöhen. Foto: Grosch

Nienburg 02.07.2020 Von Die Harke

Völlers und Tonne: Salzeinleitung von K+S stoppen

Politiker erneuern ihre Forderung nach einer verbesserten Wasserqualität in die Weser

Seit Jahren begleitet das Thema rund um die Versalzung von Weser und ihren Zuläufen sowie deren Auswirkung auf Natur und Umwelt die Politik. Die Hauptursache ist in diesem Fall stets die Einleitung von Abwässern aus der Kaliproduktion der Kali und Salz AG (K+S) in Kassel. In einer am 1. Juni versendeten Pressemitteilung der Fischereigenossenschaft Münden / Weser I werden verschiedene Forderungen genannt. Diese haben die Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers und Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (beide SPD) nun aufgegriffen.

Dabei erneuerte Marja-Liisa Völlers ihre Forderung nach einer verbesserten Wasserqualität in die Weser: „Eine Verbesserung der Wasserqualität kann nur mit einem Beenden der Salzeinleitung von K+S in die Werra einhergehen.“ Zuletzt hatte sich Völlers Anfang Juni zu den Plänen der K+S geäußert, wonach beim Regierungspräsidium Kassel ein erneuter Antrag zur Salzableitung bis 2027 in die Werra gestellt wurde.

Grant Hendrik Tonne fügt voller Unverständnis hinzu: „K+S spielt seit Jahren mit der Gesundheit der anrainenden Bevölkerung von Weser“. Tonne weiter: „Es gab genügend Möglichkeiten vonseiten der K+S, sich zu einer Vermeidung und schlussendlich ökologisch vertretbaren Entsorgung zu bekennen. Es ist fatal, dass diese Chance augenscheinlich nicht genutzt werden soll.“

Gemeinsam beklagten beide Abgeordnete, dass durch das Hinauszögern und den Unwillen von K+S langfristige Grundwasserschäden zu befürchten sind, die nicht abzuschätzende Auswirkungen auf Mensch und Tier im Bereich der Weser haben können. Beide Abgeordneten sicherten zu, insbesondere mit Hinblick auf die im August stattfindende Weser-Ministerkonferenz, den Druck auf K+S aufrechtzuerhalten.

Zusammen soll auch auf die Weser-Ministerkonferenz eingewirkt werden, wo Maßnahmen zur Wasserqualitätssicherung und zu einem nachhaltigen ökologischen Gewässerstand verabschiedet werden sollen.

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Erstellt:
2. Juli 2020, 16:48 Uhr
Lesedauer:
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