Im Landkreis Diepholz wurde ein Schwan positiv auf Vogelgrippe getestet. Der Landkreis verfügt daher ein kreisweites Gebot zur Aufstallung von Geflügel. Foto: Jürgen Fälchle - stock.adobe.com

Im Landkreis Diepholz wurde ein Schwan positiv auf Vogelgrippe getestet. Der Landkreis verfügt daher ein kreisweites Gebot zur Aufstallung von Geflügel. Foto: Jürgen Fälchle - stock.adobe.com

Diepholz 12.11.2020 Von Die Harke

Vogelgrippe: Positives Testergebnis im Kreis Diepholz

Landkreis Diepholz verfügt kreisweites Gebot zur Aufstallung von Geflügel

Am Donnerstagvormittag wurde der Landkreis Diepholz über das positive Testergebnis eines aufgefundenen Schwans mit Verdacht auf Vogelgrippe informiert.

Als Reaktion auf diesen Befund passt der Landkreis Diepholz seine Risikobewertung hinsichtlich eines möglichen Ausbruchs der Vogelgrippe an und verfügt noch am Donnerstag ein Aufstallgebot für Geflügel für das gesamte Kreisgebiet. Die Stallpflicht gilt ab dem 13. November 2020 und ist zunächst befristet bis zum 31. Januar 2021. Die Nachbarlandkreise werden über die angepasste Risikobewertung und die veranlassten Maßnahmen informiert.

„Der Dialog auf kommunaler und Landesebene ist von essentieller Bedeutung, um einem Ausbruch der Vogelgrippe vorzubeugen. Daher begrüße ich es sehr, dass der Landkreis Diepholz aufgrund dieser veränderten Risikobewertung nun noch stärker in die entsprechenden Kommunikationsabläufe des Landes einbezogen wird“, so Landrat Cord Bockhop.

Im Landkreis Diepholz werden zurzeit rund 4,9 Millionen Puten, Hühner, Enten und Gänse gehalten. Darüber hinaus ist der Landkreis Diepholz ein international bedeutsamer Rastplatz für Kraniche, Gänse sowie Sing- und Zwergschwäne und verfügt über wichtige Brut- und Durchzugsbiotope für Watvögel. Daraus folgt eine besonders hohe Gefährdung auch für dieses Geflügel.

Mit der Verfügung reagiert der Landkreis Diepholz auf das aktuelle Seuchengeschehen in der Bundesrepublik sowie auf das bereits vorausgegangene Seuchengeschehen in den Niederlanden, Russland und Israel.

In seiner jüngsten Risikobewertung weist das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) darauf hin, dass nach wie vor ein hohes Eintragsrisiko in Geflügelhaltungen durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel besteht. Dies gilt besonders für Haltungen in der Nähe von Wasservogelrast- und Sammelplätzen. Aus diesem Grund weist das Veterinäramt noch einmal eindringlich auf die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen durch die Geflügelhalter hin. Nach wie vor sind dem FLI keine Fälle von „HPAIV H5N8“-Infektionen beim Menschen bekannt.

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Erstellt:
12. November 2020, 12:31 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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