Eine Besucher-Gruppe am Handtorfstich. Foto: Förderverein Uchter Moorbahn

Eine Besucher-Gruppe am Handtorfstich. Foto: Förderverein Uchter Moorbahn

Uchte 01.08.2020 Von Die Harke

Vom Leben am und mit dem Moor

Die Moorbahn Uchte-Essern lädt wieder zu einem Wochenend-Ausflug ein

Geplant war der Saisonstart für die Moorbahn Uchte-Essern bereits für Anfang April. Als Schutzmaßnahme für die Gäste und Mitarbeitenden wurde der Fahrbetrieb Corona-bedingt ausgesetzt.

Da sich die Situation glücklicherweise entspannt hat, wurde am gestrigen 1. August der Fahrbetrieb wieder aufgenommen und das Informationszentrum eröffnet.

Angeboten wird eine zweistündige Rundfahrt durch das 3263 Hektar große Naturschutzgebiet des Großen Uchter Moores. Die Bahn verfügt mit einer Gesamtlänge von 9,5 Kilometern über das längste Streckennetz ähnlicher Bahnen in Niedersachsen.

Frisch restaurierte Original-Loren des ehemaligen Torfwerks Essern. Foto: Förderverein Uchter Moorbahn

Frisch restaurierte Original-Loren des ehemaligen Torfwerks Essern. Foto: Förderverein Uchter Moorbahn

Auf der Rundfahrt werden den Fahrgästen die Flora und Fauna des Moores nähergebracht, und sie erfahren viel über die besondere Tierwelt im Moor. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Darstellung des Torfabbaus und die Bemühungen zur Rekultivierung und Wiedervernässung der Torfabbauflächen.

Im Anschluss an die Fahrt können die Besucherinnen und Besucher im Café „Altes Torfwerk“ einkehren und die Dauerausstellung „Moora– das Mädchen aus dem Großen Uchter Moor“ besuchen.

Im Jahr 2000 wurden bei Torfstecharbeiten Teile eines menschlichen Skelettes gefunden. Was zunächst als Opfer eines jüngeren Gewaltverbrechens aussah, entpuppte sich im Verlaufe der Untersuchungen als archäologische Sensation. Das Moor hatte nach 2650 Jahren die bislang älteste Moorleiche Nordwestdeutschlands frei gegeben. In der kleinen Ausstellung kann man sich anschauen, wie die junge Frau ausgesehen hat, wie sie zu Tode kam und wie sie gelebt hat.

„Erfahren Sie aber auch, wie die Menschen am und mit dem Moor gelebt haben, wie das Moor zu ihrer Lebensgrundlage beigetragen und wie das Moor die Menschen und die Region geprägt hat“, heißt es in der Einladung.

Öffnungszeiten für das Infozentrum „Tor zum Moor“:

Vom 1. August bis einschließlich 4. Oktober an jedem Samstag, Sonn- und Feiertag von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Fahrten mit der Moorbahn finden an diesen Tagen jeweils um 14 Uhr statt.

Es empfiehlt sich, zu reservieren. Reservierungen sind möglich unter buchungen@moorbahn-uchter-moor.de oder 05777/961385. Es gilt die übliche Maskenpflicht, auch sind die Corona-bedingten Abstandsregeln einzuhalten. Weitere Infos unter www.moorbahn-uchter-moor.de.

Für alle, die bis 24 Stunden vor Abfahrt die Moorerlebnisfahrt reservieren, gilt: Erwachsene zahlen dann nur noch sechs Euro (statt sieben Euro) und Kinder bis 14 Jahre 2,50 Euro (statt drei Euro).

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Erstellt:
1. August 2020, 19:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 07sec

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