15.09.2013

„Vom Würger“ und seinen „Enkeln“

NABU-Wolfsbotschafter Peter Griemberg am 30. September in Rohrsens Alter Schule

Rohrsen. 1948 verbreitete der „Würger vom Lichtenmoor“ rund um Nienburg, Fallingbostel und Walsrode Angst und Schrecken. In der Schotenheide bei Eilte wurde er schließlich erlegt. Etwa seit 2005 kehren die „Enkel“ zurück, leben wieder Wölfe (Canis lupus) dauerhaft in Niedersachsen. Die Zuwanderung aus Osteuropa erfolgte zuerst nach Sachsen und Brandenburg. Dort leben mehrere Rudel, die in den letzten Jahr mehr als 130 Welpen aufgezogen haben. Nach der Geschlechtsreife im zweiten Lebensjahr verlässt ein Jung-Wolf das Elternrudel und wandert auf der Suche nach einem eigenen Revier und nach einem Partner weite Strecken und dringt so auch bis nach Niedersachsen vor.

Inzwischen werden Wölfe immer häufiger auch „vor unserer Haustür“ gesichtet, die drei Rudel bei Munster, Bergen und Gartow ziehen aktuell 17 Jungwölfe auf.

Obwohl die Rückkehr des Wolfes positiv im Sinne natürlicher ökologischer Vielfalt ist, verursacht sie auch Skepsis und Ablehnung, die sich oft auf Unkenntnis über die Lebensweise des Wolfes begründet und auch noch von „Rotkäppchen“ geprägt ist.

Auf Einladung des Fördervereins Alte Schule Rohrsen und des Sportvereins Heemsen bietet NABU-Wolfsbotschafter Peter Griemberg am Montag, dem 30. September, um 19 Uhr in der Alten Schule in Rohrsen in einem Multimedia-Vortrag einen Rückblick auf den „Würger vom Lichtenmoor“ und Wissenswertes und faszinierende Information über die Rückkehr eines der seltensten Säugetiere Deutschlands. DH

Alle Interessierten sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

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Erstellt:
15. September 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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