Beim plattdeutschen Abend (von links): Ursula Holldorf, Gisela Fiene, Ilka Brüggemann, Anke Duensing-Götze, Gisela Weier, Elisabeth Heider und Gertraude Jäger-Anders. Binderhaus-Verein

Beim plattdeutschen Abend (von links): Ursula Holldorf, Gisela Fiene, Ilka Brüggemann, Anke Duensing-Götze, Gisela Weier, Elisabeth Heider und Gertraude Jäger-Anders. Binderhaus-Verein

Rodewald 08.03.2017 Von Die Harke

Vom geliehenen Stripper

Ilka Brüggemann begeisterte beim plattdeutschen Abend im Binderhaus Rodewald

„Wenn Sie mich im Radio hören, können Sie abschalten, die Chance haben Sie heute Abend nicht.“ Mit diesen Worten begrüßte Ilka Brüggemann die Zuschauer im vollbesetzten [DATENBANK=733]Binderhaus[/DATENBANK] in Rodewald. „Es herrschte von Anfang an eine lockere Stimmung und die Zuschauer wurden von der nur plattdeutsch sprechenden Akteurin begeistert“, teilt der [DATENBANK=732]Binderhaus-Verein[/DATENBANK] mit. Ilka Brüggemann, bekannt von Radio NDR 1, stellte fest, dass keiner der Anwesenden zum Lachen in den Keller gehe. In ihrer Heimat Amelinghausen sei das anders. Da freuten sich die Menschen mehr nach innen.

Ein bunter Strauß aus abwechslungsreichen Geschichten erwartete die Zuschauer, die nicht enttäuscht wurden: Ilka Brüggemann erzählte launig von McDonald’s, der Anschaffung einer neuen Küche und der Renovierung mit einem Stripper. Wobei der „Stripper“ sich dann als Werkzeug mit Klingen zum Entfernen von Teppichresten herausstellte. Diese Geschäftsidee mit dem geliehenen Stripper ging ihr nicht aus dem Kopf, allerdings müsste der Stripper dann aber nicht aus dem Baumarkt sein, schmunzelte die Referentin.

Der Kauf einer teuren Hautcreme aus der Parfümerie und der Umgang mit Verkaufspersonal, das vornehmer sei als seine Kundschaft, veranlassten Brüggemann zur Feststellung: „Zwischen gediegen und gedemütigt ist ein kurzer Weg.“

Weiter ging es mit Brüggemanns Freundin, die wieder Single ist. „Schaff dir einen Hund an“, sagte sie zu ihr, „wenn der Hund dich beschnüffelt, kannst du dir den Kerl ansehen“.

Mit mindestens zehn verschiedenen Duschgels mit den unterschiedlichsten Duftnoten, wie Kaffeebohne Brasil, Koffein und Magnesium zum Feierabend, Granatapfel, der die Sinne betört, Kornblume, Wasser Jasmin und Rose für die Romantik, hat Brüggemann Erfahrungen gesammelt. Allerdings müsse man nach den verschiedenen Duschen in die Badewanne zum Entspannen, da komme der Gedanke, was war das früher schön mit Kernseife!

Vom „Welt-radel-nackt-Tag“ und dem Hinweisschild im Wald „Willst du keine Nackten sehen, musst du hier nicht weitergehen“, ging es zum Laubpuster und Potenzgehabe mit der Feststellung, das ist Viagra für den Hobbygärtner.

Großes Gelächter gab es beim Publikum für den Reisebericht der Familie Brüggemann nach Namibia, wo man bei der Safari einen Pipibeutel benötige. Anders war es in der Türkei: „Bei All-Inklusiv- Reisen bekommst du alles, auch was du nicht willst“, sagte Brüggemann. Dort, wo die Animateure morgens um 10 Uhr zuerst einen krähenden Hahn, dann das Lied „Guten Morgen, guten Morgen“ von Nana Mouskouri und im direkten Übergang „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer intonierten.

Brüggemann animierte im Binderhaus das Publikum gleich zum Mitsingen, und die Stimmung konnte nicht besser sein. Von Hotels in denen man klimaneutral übernachten könne, ging es weiter zu Jeans- und Internetkäufen und vielem mehr.

Ilka Brüggemann sagte nach zwei Zugaben und tosendem Applaus: „Ich hatte hier einen richtig feinen Abend, ich hoffe Sie auch.“

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Erstellt:
8. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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