21.04.2013

Von 8 Uhr abends bis 6 Uhr morgens

Hendrik Frerkings Roman „Omikron“ begeisterte selbst eine Science Fiction-Hasserin

Von Edda Hagebölling

Rodewald. Hätte er in seiner Abi-Klausur rund um „Die Leiden des jungen Werthers“ keine 1 bekommen, hätte er sich möglicherweise nie getraut, das, was ihm schon länger im Kopf umhergeisterte, zu Papier zu bringen. Weil der damals 19-jährige Hendrik Frerking aus Rodewald die Aufgabe „Stellen Sie sich vor, Lotte hätte den Raum nicht verlassen und schreiben Sie im Stil von Goethe weiter“ jedoch mit Bravour meisterte, gibt es von ihm seit kurzem einen Science Fiction-Roman: Omikron. Zu lesen ist dort folgende Geschichte:

Die Erde wurde durch den Krieg mit einer außerirdischen Rasse in Einzelteile zersprengt. Überlebende Menschen und Außerirdische bewohnen ein letztes, unversehrtes Fragment: Omikron. Als Mitglied eines Aufklärungsteams erforscht die junge Geschichtslehrerin Leila McKeen Omikron nach Hinweisen, die Aufschluss über die Katastrophe geben könnten, und sie sucht nach Möglichkeiten, die außerirdischen Aggressoren zu besiegen. Bis eines Tages ein als Schwächling verspotteter Außerirdischer auftaucht und den ersten friedlichen Kontakt zwischen beiden Völkern herstellt.

Insgesamt ein Jahr hat der heute 22-Jährige benötigt, bis der Roman so war, wie er ihn haben wollte. Dass daraus am Ende zwei Bände werden würden und er noch dazu recht schnell einen Verlag finden würde, dem die Geschichte auf Anhieb gefiel, ahnte er zu dem Zeitpunkt noch nicht.

„Ich habe ein Buch geschrieben.“ Diese Mitteilung kam für die Eltern des Rodewalders völlig überraschend.

„Manchmal habe ich von 8 Uhr abends bis 6 Uhr morgens geschrieben, manchmal kam ich aber auch überhaupt nicht von der Stelle“, berichtet der Jungschriftsteller, der heute Mathe und Physik in Bremen studiert, rückblickend.

Als Versuchskaninchen mussten unter anderem seine Tante Anna Meinerts – eigentlich Expertin für Gedichte und darum auch eher für die Rechtschreibung zuständig – und seine Cousine – eigentlich eine Science Fiction-Hasserin – herhalten. Doch nicht nur die beiden Frauen waren begeistert von der Geschichte. Und von der Art, wie sie geschrieben war.

„Science Fiction fand ich immer schon klasse“, berichtet Hendrik Frerking bei seinem Besuch im Harke-Verlagsgebäude. An Star Gate, Star Treck, Babylon V oder Battlestar Galactica erinnert er sich auf Anhieb. Später kamen auch Fantasy-Geschichten dazu.

Eine Fortsetzung hat er ebenfalls längst im Kopf. Doch erst einmal hofft Hendrik Frerking, dass noch mehr Leute „Omikron“ genauso spannend finden wie er.

Erschienen sind die beiden Bände von Omikron im AAVAA Verlag Berlin. Zu beziehen sind sie zum Preis von jeweils 11,95 Euro über den Buchhandel

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Erstellt:
21. April 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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