Christiane Rösel bei ihrem Vortrag in Uhlhorns Gasthaus Frühstückstreff für Frauen

Christiane Rösel bei ihrem Vortrag in Uhlhorns Gasthaus Frühstückstreff für Frauen

Asendorf 24.11.2016 Von Die Harke

Von Anerkennung und Mut

Mehr als 150 Zuhörer bei Vorträgen von Christiane Rösel

Mehr als 150 Frauen und Männer waren im vollbesetzten Saal von Uhlhorns Gasthaus in Asendorf, um den Vortrag von Christiane Rösel zum Thema „Wie viel Anerkennung braucht der Mensch?“ zu hören. Dazu teilen die Organisatoren des Frühstückstreffens für Frauen mit: „Jeder Mensch benötigt Anerkennung für sein Handeln und für seine Existenz.

Oft stellt sich die Frage: Reicht es, was ich tue, in Beruf, Familie, Freundeskreis oder Ehrenamt? Aber auch die Frage: Reicht es, was ich bin? Lob und Anerkennung ist keine deutsche Tugend. Viele kennen den Spruch: Nicht geschimpft ist schon genug gelobt.“ Die genetische Anlage und was den Menschen gesagt werde sowie die Ereignisse von außen beeinflussten unseren Selbstwert. Es stelle sich die Frage, wie hoch die Messlatte des Lebens gelegt sei. Die Selbstakzeptanz-Achtung ruhe auf vier Säulen: Grundakzeptanz, Selbstvertrauen, soziale Kompetenz und soziales Netz. Ein möglicher Schritt der Veränderung sei, die Messlatte des Lebens auf ein realistisches Niveau zu setzen. Einen Tag später referierte Christiane Rösel zum Thema „Nur Mut“. Wieder waren über 150 Frauen gekommen, und auch am Freitag konnte Rösel spritzig und humorvoll die Gäste begeistern.

Nicht das Herz in die Hose rutschen lassen, sondern das Herz in die Hand nehmen

Beide Vorträge verschafften den Zuhörern Raum für die eigene Suche nach Lösungen, denn Rösel gab Denkanstöße, aber auch Antworten. Zu Beginn des Vortrages meinte die Referentin: „Nicht das Herz in die Hose rutschen lassen, sondern das Herz in die Hand nehmen. Beherzt etwas wagen.“ Sie stellte die Frage: „Was ist Mut?“ Das sei beispielweise, sich einzusetzen, die Stimme zu erheben.

Wichtig sei die Meinung über sich selbst. Wenn gesagt werde, „Du bist ein Wunschkind“, sei das ein großes Potenzial. Wut sei mitunter die Initialzündung für Veränderungen. In einem Text wurde gesagt: „Alle haben gesagt, das geht nicht. Da wusste einer, dass das nicht geht, und er hat es getan.“ Oft werde nämlich gesagt: „Das muss so sein.“

In Fehlern liegen neue Chancen

„Wir brauchen Mut im Alltag! Der mutige Mensch ist nicht der, der keine Angst verspürt, sondern der, der die Angst überwindet“, meinte die Referentin. Man dürfe keine Angst vor Fehlern haben, denn Fehler seien oft Chancen: Edison, der Erfinder der Glühbirne, habe mehr als 100 Fehlversuche gemacht.

Viele hätten Angst vor dem Endgültigen – dem Tod: Ein Ziel wäre es, mutig alt zu werden, denn Gott habe das Leben geschenkt. Man könne darauf vertrauen, dass er einen über die Grenzen hinaus trägt.

Gut sei es, ein „Ermutiger“ zu sein. Denn: „Sprich Gutes aus, und es wird sich verbreiten.Wir haben die Wahl. Worauf richte ich meinen Blick?“ An beiden Veranstaltungen unterhielt die Gruppe „Tri & Ole“ aus Lindwedel die Gäste mit ihrer Musik. Das Theater-Team vom „Kreuz-und-Quer Gottesdienst“ brachte die Zuhörer zum Lachen und führte sie mit Humor zur Thematik der Referate.

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Erstellt:
24. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 30sec

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