Heidi Reckleben-Meyer DH

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Landkreis 23.09.2019 Von Heidi Reckleben-Meyer

Von Einigkeit keine Spur

Guten Tag

Ein wenig vom Herbst war in der vergangenen Woche schon zu spüren, auch wenn am Wochenende der Sommer nochmal ein eindrucksvolles Gastspiel gab. Tag für Tag wird es wenige Minuten früher dunkel, die ersten Blätter verfärben sich. Angesichts dessen rückt auch die Zeitumstellung im Herbst langsam wieder in den Blick. Da war doch was – die Abschaffung war doch vor einigen Monaten vollmundig von der EU-Kommission mit den Worten in Aussicht gestellt worden: „Die Menschen wollen das, wir machen das.“ Was ist daraus geworden? Geplant war, die Uhren ein letztes Mal in diesem Herbst umzustellen und ab dem kommenden Jahr entweder die ewige Sommerzeit oder eben die reguläre (Winter-)Zeit möglichst einheitlich festzulegen.

Seitdem wird erörtert, werden Fachleute zu Rate gezogen, Prognosen abgegeben, Folgen heraufbeschworen und geredet, geredet und nochmal geredet.

Zu bedenken gibt es viele Faktoren. Doch an so manches beschriebene düstere Szenario kann man durchaus ein Fragezeichen hängen. Die „ewige Winterzeit“ war zwischen 1950 und 1980 zumindest hier die Regel. Vor diesem Zeitraum gab es bereits mehrere Sommerzeiten, 1947 neben der Sommerzeit sogar noch eine Hochsommerzeit.

Dass jetzt die Frage der Zeitumstellung auf 2021 verschoben wurde, zeigt, dass von Einigkeit keine Rede sein kann. Uneinigkeit führt immer zu Blockaden oder Minimallösungen – das ist in der EU so, aber auch in hiesigen Samtgemeinden oder kleinen Orten.

Wie soll eine EU große, zukunftsweisende und mutige Schritte gehen, die sich nicht einmal einig darüber wird, wie spät es ist?!

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Erstellt:
23. September 2019, 10:36 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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