Holger Lachnit DH

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Landkreis 05.09.2019 Von Holger Lachnit

Von Getränken und Automaten

Guten Tag

Seit einigen Tagen gibt es auf der Redaktionsetage im HARKE-Gebäude einen Wasserautomaten. Er spendiert das köstliche Nass – je nach Wunsch – gekühlt mit und ohne Kohlensäure oder in Zimmertemperatur ohne Sprudelei. Letzteres ist meiner Meinung nach übrigens die langweiligste Variante, wenn sie auch von einigen Redaktionsangehörigen als die gesündeste gelobt wird. Gestern stand ich nun mit einem Kollegen an der nagelneuen Wassermaschine. Während er seine Glaskaraffe mit „kalt, inklusive Kohlensäure“ auffüllte, verriet ich ihm, dass dies auch meine Lieblingsvariante sei. Schnell kamen wir im Gespräch von den Vorzügen der modernen Wasserspender zu den Tücken der Automaten vergangener Jahrzehnte.

Offenbar gab es in dem Verlag, in dem er vor rund 20 Jahren tätig war, genau denselben Getränkeautomaten, der damals auch die HARKE-Mitarbeiter beglückte: Das dunkelbraune, schrankgroße Monstrum hatte Kaffee (schwarz, mit Weißer sowie mit oder ohne Zucker), etwas, das sich „Cappuccino“ nannte – aber keiner war, Kakao (mit Wasser), Zitronentee sowie Tomaten- und Gemüsesuppe im Angebot.

Vor allem die Suppentrinker waren schnell bei vielen verhasst. Vor allem bei denjenigen, die unmittelbar nach ihnen einen Kaffee gezogen hatten. Denn es gab in dem Wunderautomaten nur eine Zuleitung zur Getränkeausgabe: Nachdem der braune Plastikbecher aus dem Schacht gepurzelt war, ergoss sich zunächst der Rest Suppe aus der Leitung ins Gefäß. Dann folgte der Schwall des eigentlich gewollten Getränks. Heraus kamen häufig gar wunderbare Geschmackskombinationen wie Kakao mit Gemüsesuppe oder Tomatensuppe mit einem Schuss Kaffee. Einzig Kaffee mit einem Rest Cappuccino ging durch – es sei denn, man mochte keinen Zucker.

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Erstellt:
5. September 2019, 07:11 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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