Ein Wolf aus dem Rodewalder Rudel ist für den Riss in Luxemburg verantwortlich.

Ein Wolf aus dem Rodewalder Rudel ist für den Riss in Luxemburg verantwortlich.

Rodewald 02.06.2020 Von Holger Lachnit

Von Rodewald nach Luxemburg

Guten Tag

Ruhig geworden ist es in den vergangenen Monaten um das Rodewalder Wolfsrudel. In der offiziellen Statistik tauchen nur wenige Nutztierrisse auf, und selbst diese sind derzeit in Bearbeitung. Das heißt, es ist noch nicht bestätigt, ob tatsächlich ein Wolf die Tiere getötet hat.

Die jüngsten Risse stammen danach vom 14. April in Erichshagen, vom 29. April in Loccum und vom 6. Mai in Neustadt. Ob das Rudel tatsächlich so wenig Appetit auf Nutztiere hat oder ob Risse inzwischen nicht mehr den Behörden gemeldet werden, sei dahingestellt...

Dennoch gibt es Neuigkeiten – und zwar aus Luxemburg. Ende April sind in der dortigen Gemeinde Niederanven Schafe gerissen worden. Nun sei die DNA des Wolfes identifiziert worden, berichtet die Tageszeitung „Luxemburger Wort“.

Und das Ergebnis ist wahrlich eine Überraschung: Ein Wolf aus dem Rodewalder Rudel ist für den Riss verantwortlich. Das Männchen sei zwar bislang genetisch nicht erfasst gewesen, lasse sich aber seinem Elternpaar aus Rodewald eindeutig zuordnen.

Mehr als 450 Kilometer quer durch Deutschland hat das Tier zurückgelegt und dabei offenbar auch den Rhein überquert. Offenbar hat der Wolf die Wanderlust von seinen Vorfahren, stammen doch die Ahnen des Rodewalder Rudels ursprünglich aus Polen.

Es ist zu befürchten, dass nun in Luxemburg die selbe Diskussionen zwischen Wolfsbefürwortern und -gegnern entbrennen wird wie bei uns im Landkreis Nienburg als die ersten Wölfe aufgetaucht waren.

Bitte bleiben Sie gesund.

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Erstellt:
2. Juni 2020, 05:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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