Die Akteurinnen Aysel Özkan-Gegcel, Asia Harmoush, Nurten Akan und Laila Ibrahim (von links). Petra Bauer

Die Akteurinnen Aysel Özkan-Gegcel, Asia Harmoush, Nurten Akan und Laila Ibrahim (von links). Petra Bauer

Schessinghausen 28.05.2017 Von Die Harke

Von Verlust und Neubeginn

Abend mit Lesung zu „Das Herz an zwei Orten“ in Schesinghausen

Gut 30 Frauen sind beim Abend unter dem Thema „Das Herz an zwei Orten“ dabei gewesen. Der Abend mit Lesung fand im Rahmen der Interkulturellen Frühlingsreihe „Blickwechsel – Frauen und Migration“ des [DATENBANK=1025]Landkreises Nienburg[/DATENBANK] statt. [DATENBANK=536]Petra Bauer[/DATENBANK], Gleichstellungsbeauftragte, und [DATENBANK=1575]Carmen Prummer[/DATENBANK], Fachdienst Migration und Teilhabe, hatten nach Schessinghausen in „Dat gesellige Hus“ eingeladen. Mit ihnen waren drei Frauen anwesend, die ihre Heimat vor unterschiedlich langer Zeit verlassen hatten und nun in Nienburg eine neue Heimat gefunden haben.

Asia Harmoush aus Syrien, Aysel Özkan-Gegcel aus der Türkei und Laila Ibrahim aus Afghanistan sind drei von insgesamt 15 Frauen, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen vom Verlust der Heimat und dem Neubeginn in einem fremden Land erzählten. Festgehalten sind diese persönlichen Lebensberichte in dem Buch „Das Herz an zwei Orten“ von Anita Hartmann und Heike Prüshoff.

Fragen und Hintergründe zur Flucht

Die Veranstaltung begann mit einem kurdischen Lied der Sängerin Nurten Akan, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Evin Akan. Die Veranstalterinnen führten dann in das Buch ein. Die Teilnehmerinnen erfuhren, dass die beiden Autorinnen sich mit Frauen aus unterschiedlichen Ländern, die im Landkreis Nienburg und in der Region Hannover eine neue Heimat gesucht hatten, getroffen hatten, um mit ihnen Interviews zu führen und sich einen persönlichen Text schreiben zu lassen.

In Anlehnung an die Buchvorlage übernahm Carmen Prummer jeweils den Part der Interviewerin und stellte Aysel Özkan-Gegcel, Asia Harmoush und schließlich auch Laila Ibrahim Fragen zum Hintergrund der eigenen Flucht aus dem Heimatland. Die Frauen nahmen ihre Antworten aus dem Buch auf und gaben sie wieder.

Zwischen den Interviews war es immer wieder Evin Akan, die ein selbstgeschriebenes und von ihr komponiertes Lied vortrug und für die Gäste aus ihrer Muttersprache ins Deutsche übersetzte.

Besonders die Möglichkeit, im Nachklang der gehörten Interviews und Texte Fragen an die Neubürgerinnen zu stellen, wurde seitens des Publikums genutzt.

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Erstellt:
28. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

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