Der Bückener Mühlbach ist Thema des Films, der im Hoyaer Kino gezeigt wird.Foto: Lüdeke

Der Bückener Mühlbach ist Thema des Films, der im Hoyaer Kino gezeigt wird. Foto: Lüdeke

Hoya 12.03.2020 Von Die Harke

Von der Mündung bis zur Quelle des Mühlbachs

„Der Bückener Mühlbach. Von der Quelle bis zur Mündung“, diesen Film zeigt der Filmhof Hoya am Sonntag, 22. März, um 10 Uhr in einer öffentlichen Vorstellung.

Mit diesem Film von Wilhelm Lüdeke aus Wietzen wird eine Brücke geschlagen zwischen 1978 und heute. Dazu konnte man auf alte Filmaufnahmen aus dem Archiv „Lüdeke zeigt“ zum Teil bis ins Jahr 1953 zurückgreifen.

Eindrucksvoll ist der Bereich des Quellgebietes in Wietzen mit den vielen natürlichen Zuflüssen, mit wunderschöner Flora. Eine Besonderheit stellen die Unterwasseraufnahmen zur Wiederansiedlung des Deutschen Edelkrebses dar. Zwischendurch gibt es immer wieder Hinweise zur Umsetzung des Gewässerentwicklungsplanes aus dem Jahr 2004.

Einen großen Raum in dem Film nimmt die Geschichte der vier ehemaligen Wassermühlen am Bach ein. Die „Helmsche Mühle“ in Wietzen als erste ist noch voll im Betrieb zu sehen. Das Gelände um die Mühle ist ein historischer Ort und Geburtsstätte der Grafen von Stumpenhausen, aus denen das Geschlecht der Grafen von Hoya hervorgegangen ist.

Es folgen Bilder aus dem Bereich Kuhlenkamps Wald, durch den der Bach sich seinen Weg sucht. Im Bereich der Mühlenbruchschen Wiesen geht es um Entwässerung und Drainage, sowie die Anlage eines Biotopes im Zuge der Flurbereinigung Wietzen. Aufnahmen aus dem Jahr 1954 zeigen: Das Mühlenrad der Mühlenbruchschen Mühle mit seinen vier Metern Sohleabsturz dreht sich.

Dann folgt der Sprung zur dritten Mühle bei der Hohnhorst. Die Geschichte dieser Mühle wurde komplett ab 1978 begleitet: Ausbau und Begradigung, Restaurierung der Mühle und schließlich die Umflutung und Anlage eines Biotopes in den letzten Jahren, möglich geworden durch die Flurbereinigung Warpe.

Über Warpe geht der Flug in Richtung Zusammenfluss von Mühlbach und Graue. Dann der Ort Bücken, den der Bach, eingezwängt in ein neues Bett, durchfließt. Die Stiftskirche sowie die Mühle bei der Familie Prinzhorn in Altenbücken sind Thema.

Aus der Vogelperspektive sieht man die Umrisse von Hoya sowie die Einmündung des Bückener Mühlbaches in die Weser. Vom ehemaligen Sitz der Grafen von Hoya, die ihren Ursprung bei den Quellen des Mühlbaches in Wietzen hatten, schließt sich der Kreis dieser einmaligen Dokumentation der Heimat.

Der Film wird am Sonntag, 22. März, um 10 Uhr im Filmhof Hoya aufgeführt. Der Eintritt kostet sieben Euro. www.filmhofhoya.de


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