Wie eine Rapsmühle getätigt wird, zeigten Wilken Brüns (links) und Hermann Boymann (rechts) im Frühjahr dem Organisten Dietrich Wimmer.  Achtermann

Wie eine Rapsmühle getätigt wird, zeigten Wilken Brüns (links) und Hermann Boymann (rechts) im Frühjahr dem Organisten Dietrich Wimmer. Achtermann

03.09.2016

Von der Sense zum Mähdrescher

„De Ole Schüün“ lädt zum Aktionstag mit Scheunenfest ein

Von Horst Achtermann

Magelsen. Die Interessengemeinschaft „De Ole Schüün“ in Magelsen hat für kommenden Sonntag, 11. September, von 11 bis 18 Uhr das siebte Scheunenfest auf dem Gelände der alten Fachwerkscheune in Magelsen organisiert.

Hartmut Westermann kennt die Geschichte besonders historischer Geräte. So soll die Sense, eine der ersten Erntegeräte überhaupt, etwa 1000 Jahre vor Christus von den Kelten erfunden sein. Die erste Dreschmaschine mit Dreschtrommel und Schlagleisten oder Zinken wurde ab 1826 mit Balkenmähwerk gebaut. 1850 wurde in Amerika ein durch 40 Pferde angetriebener Mähdrescher hergestellt. 1857 wurde der Knoter erfunden, der Selbstbinder konnte gebaut werden. 1936 wurde der erste Mähdrescher in Deutschland von Claas, gebaut in saatengrün, hergestellt.

Die Männer um Hermann Boymann, Wilken Brüns, Dirk und Sven Koldehofe, Manfred Strahmann und natürlich Frontmann Hartmut Westermann sind mit alten Werkzeugen und Geräten vertraut, ihre Sammlungen sind ein beredtes Beispiel.

Diesmal wird Hermann Boymann Kartoffeln mit einer Pflanzmaschine setzen. Der Heimatverein Schweringen mit Elisabeth Kurowski an der Spitze zeigt, wie früher Kartoffeln gerodet und eingesammelt wurden, mit und ohne Korb. „Wir kommen in Kleidung, wie sie früher bei diesen Arbeiten getragen wurde“, sagt die Vorsitzende vom Schweringer Heimatverein.

Eine Ausstellung und Vorführung von „Röwer-Pflügen“ ist mit dabei, die Heinrich Röwer neben seinem Schmiedebetrieb mit Hufbeschlag und Wagenbau im Jahr 1867 in Blender bei Verden hergestellt hat. Aus den kleinen Anfängen entstand in den 1960er Jahren eine Spezialfabrik für Schlepperpflüge. Die Geschichte der Firma Röwer wird in Wort und Bild von den Organisatoren dargestellt. „Wir erwarten viele Schlepper, die im Feld nebenan mit Pflügen arbeiten können.“ Kunterbuntes Patchwork zeigt Gerda Göhler, Lilo Meyer hat Stoffdrucke parat und so vieles andere wird auf kleinen Ständen gezeigt und vorgeführt.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Annette Röver backt knusprige Puffer „aus mehligen Kartoffeln“ und Kerstin Koldehofe lädt in die Fachwerkscheune zu Kaffee un d selbstgebackenen Torten und Kuchen ein. Natürlich gibt es auch Pommes, Bratwurst und Getränke mit und ohne Alkohol.

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Erstellt:
3. September 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 03sec

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