Schüler des Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasiums in weißen Kitteln und mit Schutzbrillen bei der wissenschaftlichen Arbeit. MDG

Schüler des Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasiums in weißen Kitteln und mit Schutzbrillen bei der wissenschaftlichen Arbeit. MDG

Nienburg 25.05.2017 Von Die Harke

Von leuchtenden Bakterien

MDG-Schüler begeistert vom Genetik-Workshop im Internat Solling

Kürlich folgten 14 Schüler des Nienburger [DATENBANK=4705]Marion-Dönhoff-Gymnasiums[/DATENBANK] einer Einladung des Internats Solling in Holzminden, um einem Genetik-Workshop teilzunehmen. Das Internat liegt etwas über Holzminden mitten im Grünen und bot neben den fachlichen Inhalten auch spannende Einblicke in das Internatsleben, teilt das Gymnasium mit. Neben den örtlichen und strukturellen Besonderheiten (so gibt es für Schüler die Möglichkeit, ihre eigenen Pferde mitzubringen) hat die Schule als große Besonderheit ein sogenanntes S-1-Sicherheitslabor, in dem Versuche der Genetik durchgeführt werden dürfen, wie die Herstellung genetisch neu zusammengestellter Organismen.

Nach einer kurzen Sicherheitsbelehrung und der Einführung in die theoretischen Sachverhalte durch Dr. André de Kathen, MINT-Koordinator des Internats, wurde am Samstag ein Versuch durchgeführt, in dem Bakterien neue genetische Informationen zugeführt werden sollten.

Das Bakterium sollte nach dem „Gentransfer“ die Leuchteigenschaften einer Tiefseequalle haben. Hierbei wurde mit ungewohnten Laborgeräten gearbeitet (Pipetten, die einen Mikroliter abmessen können). Weiterhin musste auch auf Sterilität geachtet werden („Es hustet bitte keiner auf die Bakterien“).

Nach einem weiteren Theorieblock über die Regulation von Bakterien-Genen (An-/Aus-Schalter) am Samstagabend wurde gegrillt, anschließend gab es einen ausgiebigen Waldspaziergang. Das Schlafquartier in der Turnhalle wurde hinterher bezogen, und einige Schüler gingen noch in die schuleigene Disco.

Sonntagmorgen wurde zunächst noch einmal das Schulgelände erforscht (Tennisplätze, See, Hängematten, Pferdestall) und dann ein erster Blick auf die Versuchsergebnisse des Vortages geworfen.

Ein Brunch gegen 10.30 Uhr versetzte die Gäste in Staunen (Croissants mit eingebackenen Würstchen, Bacon, vielfältiges Obst, und und und). Gesättigt wurde der zweite Teil des Workshops eingeläutet, bei dem genetische Informationen spezifisch geschnitten wurden und einen Nachweis für diese DNA-Stücke erbracht werden sollte. Hierbei wurden exakt die Verfahren verwendet, die auch in der Kriminalistik (oder auch beim Vaterschaftstest) verwendet werden.

„In Summe haben unsere Experimente gut geklappt, es gab leuchtende Bakterien und die An-/Aus-Schalter konnten hervorragend gezeigt werden. Auch bei den Experimenten am zweiten Tag konnten sehr schöne Ergebnisse erzielt werden. Die Schüler haben nach kürzester Zeit extrem sicher und sauber molekularbiologisch gearbeitet und Dr. de Kathen war voll des Lobes“, lautet das Fazit der MDG-Schüler.

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Erstellt:
25. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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