Arne Hildebrandt DH

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Guten Tag 07.08.2019 Von Arne Hildebrandt

Vor 20 Jahren: Sonntagsöffnung

Zufällig habe ich Dienstagabend auf dem TV-Sender Alpha die Tagesschau von vor 20 Jahren gesehen. 1999 ging es um die Ladenöffnungszeit am Sonntag. Der Kaufhof in Halle (Sachsen-Anhalt) hatte damals gerade vor Gericht gewonnen und durfte am Sonntag öffnen. Die Wirtschaftlichkeit gehe vor, hatte damals das Gericht geurteilt. Heute ist von der Sonntagsöffnung keine Rede mehr. Sie ist nach wie vor nicht erlaubt. Warum eigentlich nicht? Während meines Griechenlandurlaubs hatte ich mich als Deutscher darauf eingestellt, am Sonntag nicht einkaufen zu können. Ich wurde angenehm überrascht.Auch der kleinste Supermarkt im Dorf hatte auf. Selbst Pfingsten. Selbstverständlich konnte man dort auch kleinste Summen mit der Kreditkarte bezahlen. Aber das ist ein anderes Thema.

Natürlich müsste sonntags nicht jedes Geschäft auf haben. Jeder Ladeninhaber sollte selbst entscheiden können, ob er sonntags öffnet oder nicht. Versteht sich, dass auch das Personal mitreden sollte und die Bezahlung entsprechend stimmt. Für Supermärkte dürfte es sich auf jeden Fall lohnen. Ein Discounter, der in Nienburg sogar während der wenigen verkaufsoffenen Sonntage öffnet, kann sich wegen Vollheit kaum retten. Zugeben, die zehn Prozent Rabatt an dem Tag locken zusätzlich.

In den USA ist es gang und gäbe, dass Supermärkte sogar täglich rund um die Uhr auf haben. Die Geschäfte in den Malls öffnen sonntags zwar erst um 12 Uhr und schließen schon um 17 Uhr. Aber immerhin. Nur bei uns geht das nicht. Vielleicht ist die Sonntagsöffnung heute in Deutschland kein Thema mehr, weil man ja schon 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche einkaufen kann – im Internet.

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Erstellt:
7. August 2019, 22:46 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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