Das Bild zeigt (von links): Karsten Heineking, Karl-Heinz Klare, Jens Hammer und Martin Leike sowie Dr. Max Matthiesen und Heinekings Praktikant Jonas Verbarg. CDU Niedersachsen

Das Bild zeigt (von links): Karsten Heineking, Karl-Heinz Klare, Jens Hammer und Martin Leike sowie Dr. Max Matthiesen und Heinekings Praktikant Jonas Verbarg. CDU Niedersachsen

Hannover/Uchte 12.02.2017 Von Die Harke

„Vor-Ort-Apotheken schützen!“

MdL Karsten Heineking (CDU) unterstützt Versandhandelsverbot verschreibungspflichtiger Arzneien

Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete [DATENBANK=424]Karsten Heineking[/DATENBANK] (Warmsen) und der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Dr. Max Matthiesen (Barsinghausen) waren sich nach ihrem Gespräch mit Apothekern und Apotheken-Vertretern im Landtag einig: „Wir haben eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Das verdanken wir auch den Apotheken, die vor Ort rund um die Uhr ihren Dienst versehen und die Bevölkerung mit notwendigen Medikamenten versorgen.“ Das sehen Apotheker gefährdet, teilte Heineking in einer Pressemitteilung mit. [DATENBANK=555]Martin Leike aus Nienburg, Bezirksapotheker für die Apothekerkammer Niedersachsen[/DATENBANK], und Jens Hammer, Apotheker aus Uchte, sprachen mit den Abgeordneten über ihre Sorgen nach der Aufhebung der Preisbindung für ausländische EU-Versandapotheken durch den Europäischen Gerichtshof. „Dass ausländische Versandapotheken in Deutschland Boni auf verschreibungspflichtige Arzneimittel gewähren dürfen, gefährdet das Solidarprinzip im Gesundheitswesen“, sagten Heineking und Matthiesen.

„Das bringt vor allem die Apotheken im ländlichen Raum in Bedrängnis.“ Die CDU-Politiker fordern: „Die Präsenzapotheken in Deutschland brauchen Planungssicherheit. Sonst werden wir in Zukunft keine jungen Apotheker mehr finden, die sich selbstständig machen wollen. Und dann werden uns eines Tages die Apotheken fehlen.“ Leike und Hammer schilderten die Existenzsorgen vieler Apotheker.

Gerade auf dem Lande und in Stadtrandlagen würden viele Apotheken dem Preiskampf um Rabatte nicht standhalten. Dabei seien die Vor-Ort-Apotheken unübertroffen schnell bei der Belieferung. Leike: „Die meisten Arzneimittel sind sofort erhältlich. Alle anderen Medikamente können wir innerhalb weniger Stunden beliefern. Das schafft keine Versandapotheke in der Fläche.“

Apotheken erfüllen einen gesetzlichen Auftrag

„Ein ausschließlich auf Preis gerichteter Wettbewerb, der sich nicht um die Qualität der Versorgung kümmert, schadet unserem Gesundheitssystem“, sagte Heineking. „Die Apotheken erfüllen einen gesetzlichen Auftrag. Dafür brauchen sie ein stabiles Einkommen, um auch in Zukunft diese Leistungen weiter anbieten zu können“, forderte Matthiesen.

Neben dem Landtagsvizepräsidenten Karl-Heinz Klare aus Diepholz unterstützen beide CDU-Abgeordneten deshalb den Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Er will die bestehende Struktur der flächendeckenden und wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln weiter gewährleisten. Deshalb will er den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln verbieten, wie es bereits in 21 europäischen Ländern der Fall ist. Die CDU-Landtagsfraktion unterstütze diesen Gesetzentwurf geschlossen, schreibt Heineking.

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Erstellt:
12. Februar 2017, 21:00 Uhr
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