In luftiger kleiner Runde, aber fröhlich feierte das Team der Hausaufgabenhilfe im Sprotte mit den Kindern die Zeugnisse.Foto: Sprotte e.V.

In luftiger kleiner Runde, aber fröhlich feierte das Team der Hausaufgabenhilfe im Sprotte mit den Kindern die Zeugnisse. Foto: Sprotte e.V.

Nienburg 25.07.2020 Von Die Harke

Vor allem das Homeschooling machte zu schaffen

Sprotte-Verein blickte in kleiner Runde mit den Kindern auf das von Corona geprägte Schulhalbjahr zurück

Im großzügigen Stuhlkreis auf dem Parkplatz hinter dem Sprotte-Begegnungszentrum der Lehmwandlung und nur in einzelnen Gruppen, statt wie sonst in großer Runde haben die Hausaufgabenhilfe-Gruppen in der vergangenen Woche das Schuljahr verabschiedet.

„Das war eine schwierige Zeit“, betonte Vorsitzende Tamara Ritter und ist froh, dass nun die Sommerferien allen eine Verschnaufpause gönnen. Nach dem Lockdown im März, der viele Familien sehr verunsichert hatte und mit den Herausforderungen des Homeschoolings war im Sprotte ein völlig anders Arbeiten erforderlich geworden.

Konzept in Osterferien entwickelt

Schon in den Osterferien hatte das Team darum zusammengesessen und ein Konzept entwickelt, um die Beratung und vor allem die Bildungsunterstützung möglichst schnell wieder aufnehmen zu können. Alle Kolleginnen waren bereit, unter den besonderen Umständen und in Eins-zu-Eins-Betreuung den Kindern beim Lösen ihrer Aufgaben zu helfen. Frontalunterricht mit Mund-Nasen-Schutz und höchstens in Geschwistergruppen.

Im Stundentakt wechselten die Teams, dazwischen wurde gewischt und desinfiziert. Die erforderlichen Masken hatte der Verein von einer netten Nachbarin nähen lassen und händigte die bunten Gesundheitsschützer täglich frisch gewaschen direkt wieder an die Kinder aus.

„Alle waren sehr vernünftig und die Eltern unglaublich kooperativ, wenn es darum ging, die neuen Regeln und Hygienemaßnahmen und das aufwendige Leitsystem durch das Haus genau zu beachten. Alles neu, alles anders und vor allem die Ungewissheit, dass ist eigentlich nichts für Kinder“, so die Vorsitzende. Und auch die Eltern hatten keine leichte Zeit.

Der Beratungsbedarf wuchs täglich, vor allem das Homschooling machte zu schaffen. Die entsprechende Technik und das nötige Sprachverständnis waren längst nicht in allen Familien ausreichend vorhanden.

Hausaufgabenhilfe soll nach Sommerferien erweitert werden

Umso schöner war es darum, am Zeugnistag wenigstens die traditionelle Abschlussfeier irgendwie stattfinden zu lassen.

Ein Nachmittag mit Süßigkeiten, Keksen und Corona-gerechten Spielen wie „Montagsmaler“, der wenigstens den Ferienauftakt ein bisschen „wie immer“ aussehen lies.

Nach den Sommerferien will der Verein die Hausaufgabenhilfe um Stützkurse in Mathe und Englisch erweitern. Dazu plant man gemeinsam mit den Schulen Rahn an einem Konzept.

„Der Wechsel an die weiterführenden Schulen ist in der Bildungsbiografie der Kinder, die wir begleiten, immer eine kritische Phase, da wollen wir sie in diesem Jahr besonders unterstützen“, erklärte Tamara Ritter.

Bis alles wieder rund liefe, werde wohl noch etwas Zeit vergehen, aber man müsse eben lernen, auch aus dieser Situation das Beste zu machen.

„Wir wünschen den Kindern und ihren Familien, dass sie gestärkt aus der Krise herausgehen. Das, was wir dazu beitragen können, werden wir möglich machen“, so Ritter abschließend.

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Erstellt:
25. Juli 2020, 18:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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