Ulrich Kohlhoff (links) und Berthold Vahlsing diskutieren die Möglichkeiten zur Einrichtung von Fahrradstraßen im Bereich Kleine Riede, Große Heide. ADFC

Ulrich Kohlhoff (links) und Berthold Vahlsing diskutieren die Möglichkeiten zur Einrichtung von Fahrradstraßen im Bereich Kleine Riede, Große Heide. ADFC

Nienburg 28.01.2017 Von Die Harke

Vor der Wahl, nach der Wahl

ADFC fordert zügige Umsetzung des Fahrradkonzeptes der Stadt Nienburg

Der [DATENBANK=1376]Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club[/DATENBANK] (ADFC) will den Einstieg in die Umsetzung des Fahrradkonzeptes der Stadt Nienburg. Bereits im November haben die Aktiven die Thematik diskutiert und einen Acht-Punkte-Plan beschlossen. „Wir sind mit diesem Programm an die Verantwortlichen der Parteien im Stadtrat herangetreten“, so [DATENBANK=1584]Berthold Vahlsing[/DATENBANK], Vorsitzender des ADFC-Kreisverbandes. „Das Echo war allerdings etwas verhalten.“

Im August hatten die Verantwortlichen des ADFC im Rahmen der Kommunalwahl alle Parteien zu ihren Positionen zur Kommunalwahl befragt. Die Auswertung sei recht erfreulich gewesen, berichtet der Vereinssprecher. Alle Parteien hätten sich zur Umsetzung des Verkehrskonzeptes Fahrrad bekannt. „Dem sollten jetzt auch Taten folgen“, schreibt der Fahrrad-Verband.

Die Verwaltung der Stadt Nienburg hat unter Federführung von Manfred Ewest ein umfangreiches Radwegekonzept entworfen. Der ADFC war dabei beratend tätig. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, so Horst Beyer vom ADFC, der u.a. die grünen Routen mit entwickelt hatte. Der Rat der Stadt hatte dann Ende 2015 den Entwurf beschlossen.

„Wir haben mehrfach nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur der Stadt erheblich zu niedrig sind.“

„Leider fehlen ausreichend Finanzmittel für die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes“, bedauert der ADFC-Sprecher. Im Haushalt seien nach 30.000 jetzt 50.000 Euro eingesetzt. Das reiche nicht aus. „Wir haben mehrfach nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur der Stadt erheblich zu niedrig sind.“ Leider gäbe es nach der Kommunalwahl keine forschen Signale zu einem Kurswechsel, meint der Fahrrad-Club weiter. Deshalb habe der ADFC allen Parteien im Stadtrat ein Papier mit Maßnahmevorschlägen und einem Gesprächsangebot vorgelegt, schreibt der Verein. Der Katalog könne ein Einstieg in die Umsetzung des Radwegekonzeptes sein.

„Wir empfehlen den politisch Verantwortlichen nachdrücklich nach vielen kargen Jahren der Verkehrsinfrastruktur mehr Aufmerksamkeit zu schenken“, unterstreicht der ADFC-Vorsitzende. „Mit dem Verkehrskonzept von 2015 hat man dafür eine gute Grundlage.“ Investitionen in diesem Zusammenhang kämen allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zugute. Mehr Informationen zum Thema unter www.adfc-nienburg.de .

Und so sieht das Acht-Punkte-Papier des ADFC aus:

  • Sanierung von Radwegen und Fuß-/Radwegen, Einstieg Wilhelm-Siebert-Weg von der Hannoverschen Straße bis zum „Weserschlößchen“ – Asphaltierung / Pflasterung
  • Erstellung von Abstellanlagen: Innenstadt, auch touristische Anlagen (Fahrradgaragen)
  • Verbindungsrouten vorbereiten: Einstieg Holtorf - Innenstadt
  • Verbesserung der Sicherheit (z.B. Hannoversche Straße, Radfahrer auf der Fahrbahn), sowie Prüfung der Einmündungen u.a. an der Hannoverschen Straße, der Celler Straße und der Verdener Landstraße (auch der Sichtdreiecke) sowie der Gabel Verdener Landstraße / Celler Str.
  • Radverkehr an den Magistralen verbessern (Empfehlung: Planer beauftragen)
  • Verkehrsführung verbessern (u.a. Ampel - Grünzeiten)
  • Touristische Wegweisung überprüfen/verbessern.
  • Einrichtung von Fahrradstraßen: Ziegelkampstraße, Mindener Landstraße und Wohngebiet Kleine Riede, Große Heide, Holtorfer Straße.

„Die Einrichtung von Fahrradstraßen in dem vorgeschlagenen Wohngebiet würde zu einer fühlbaren Minderung des Querungsverkehrs durch Fahrzeuge führen“, schreibt der ADFC abschließend.

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Erstellt:
28. Januar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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