Peter Karaskiewicz (Landkreis), Sebastian Meyer (Stadt Nienburg), Rudi Klemm (WABE), Jan Wendorf und Henning Onkes mit dem Bodenaufkleber auf der Brücke. Foto: Selina Spöttel / WABE

Peter Karaskiewicz (Landkreis), Sebastian Meyer (Stadt Nienburg), Rudi Klemm (WABE), Jan Wendorf und Henning Onkes mit dem Bodenaufkleber auf der Brücke. Foto: Selina Spöttel / WABE

Nienburg 27.03.2021 Von Die Harke

„Vorsicht Vorurteile!“

Aktion des „Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie & Zivilcourage“

Anlässlich des Aktionstages „Vorsicht Vorurteile!“ beteiligten sich die Städte Nienburg und Verden an der gleichnamigen Kampagne, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ initiiert wurde.

Mit Bodenplakaten wird in beiden Städten im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie im „Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie & Zivilcourage“ (WABE) pointiert zur Reflexion von Rassismus und Vorurteilen angeregt.

In Nienburg fand die Aktion auf der Fußgängerbrücke statt. Dort erklärte Bürgermeister Henning Onkes: „Die Fußgängerbrücke ist für mich ein guter Ort, weil wir mit dieser Aktion Brücken zwischen den Menschen bauen wollen.“

Auch Jan Wendorf, der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, nahm an der Aktion teil: „Rassismus tritt immer offener und unverhohlener zu Tage und ist mancherorts wieder salonfähig. Das erlebe ich auch persönlich. Die Aktionswochen sind ein wichtiges Zeichen, dass wir als Menschen hier diesem Gift in unserer Gesellschaft offen und konsequent entgegenstehen.“

Die Kampagne des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufenen Bundesprogramms „Demokratie leben!“ soll auf vorhandene Voreinstellungen und Alltagsrassismus aufmerksam machen und zeigen, dass alle im persönlichen Umfeld rassistische Handlungen und Aussagen hinterfragen und ihnen entgegentreten können.

„Die aktuelle Kampagne macht anhand einfacher Denkanstöße auf das Thema Alltagsrassismus aufmerksam und regt an, sich mit eigenen Vorurteilen und Zuschreibungen auseinanderzusetzen“, berichtet die Stadt Nienburg. Die Kampagne mache sichtbar, dass Vorurteile verletzen, den Menschen abwerten, das Miteinander schwächen und die Demokratie gefährden, indem sie das Thema Vorurteile einprägsam und leicht provozierend im öffentlichen Raum darstelle und so das Alltagshandeln unterbreche, irritiere und auf die Problematik hinweise.

Die Kampagne solle anregen, eigene Vorurteile und Stereotype zu hinterfragen, und biete einen Einstieg in die Auseinandersetzung mit Rassismus und anderen Phänomenen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Nur wenige Menschen würden ihre eigenen rassistischen Einstellungen erkennen oder diese offen zugeben. Trotzdem seien alle von Vorurteilen und Stereotypen geprägt. Die Kampagne verdeutliche, dass Vorurteile und Rassismus nicht nur Phänomene „bei anderen“ sind, sondern ein Teil dieser Gesellschaft.

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Erstellt:
27. März 2021, 17:33 Uhr
Lesedauer:
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