Schwer enttäuscht: der Vorstand der Fördergemeinschaft Hoya.

Schwer enttäuscht: der Vorstand der Fördergemeinschaft Hoya.

Hoya 09.04.2016

Vorstand maßlos enttäuscht

Fördergemeinschaft Hoya hatte mager besuchte Jahreshauptversammlung

Von Horst Achtermann

Hoya. „Wir lassen das einfach mal.“ Fördergemeinschaftsvorsitzende Monika Singelmann-Droegmöller war mehr als enttäuscht, als sie am Dienstag die Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft Hoya vorstand.

Bezogen hat sich die Aussage auf die langwierigen Diskussionen um einheitliche Öffnungszeiten in Hoya. Es gab aber am Dienstag keine Diskussion. Wie konnte das auch, wenn nur eine Handvoll Einzelhändler, wenn überhaupt, unter den 30 Anwesenden im „Lindenhof“ war.

„Wir müssen uns doch auf Tage konzentrieren, an denen wirklich alle bis 18 Uhr aufhaben“, appellierte Rainer Fellermann, im Vorstand seit 2014. Doch Einzelhändler Walter Wohlers lehnte bereits in der JHV im März 2015 eine feste Regelung ab.

Die Etablierung von Kernöffnungszeiten für Einzelhändler in Hoya, wie im Einzelhandelskonzept im April 2013 vorgestellt, kann zu den Akten gelegt werden. Ist das veröffentliche Einzelhandelskonzept noch eine Basis für den Einzelhandel in Hoya oder mehr für die städtebauliche Entwicklung der Stadt Hoya? Zwergenweihnacht und Parkplatzparty (PaPlaPa) sind defizitere Veranstaltungen.

Rainer Fellermann betonte, dass die von der Fördergemeinschaft organisierten Veranstaltungen Stadtfeste seien, die ohne Zuschüsse nicht zu leisten seien. Mit anderen Worten könne man das so auslegen, dass die Fördergemeinschaft die Arbeit in Prokura für die Stadt Hoya leiste.

Ursprünglich als eine Gemeinschaft des Einzelhandels zur Förderung des Einkaufszentrums Hoya gedacht, zerbröselt der Zusammenhalt der Einzelhändler immer mehr. Sie nehmen nicht an der Gemeinschaft teil, sie kommen einfach nicht zu so einer wichtigen Veranstaltung wie die Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft. Sie handeln einzeln.

Die 91 Mitglieder erkennen nicht einmal, dass mit Marion Koppermann aus Calle – bei der VGH beschäftigt – und Rainer Koppermann aus Wechold nur Monika Singelmann-Droegmöller Einzelhändlerin ist und nur sie aus Hoya kommt.

Tannenbäume ja oder nein, geschmückt oder natur? Zerkratzen die Bäume den Lack der Autos der Besucher? Was machen wir mit der Weihnachtsbeleuchtung? Unterschiedliche Bewertungen, unterschiedliche Meinungen, keine Entscheidungen.

Die Arbeitsgruppe „Weserfrühling“ gibt es nicht mehr, Gert Guder ist Einzelkämpfer geworden. Die Wesernacht fällt aus.

„Wenn sich die gastronomische Landschaft in Hoya nicht ändert, wird‘s nichts mehr“, bedauert Monika Singelmann-Droegmöller. Halloweenshopping soll dagegen ausgebaut werden.

„Einige schöne Hexen machten im letzten Jahr Mut“. Ob ein Konzert oder ein Krippenspiel in diesem Jahr am Vorabend der Zwergenweihnacht stattfindet, „dazu wird uns noch was einfallen“ heißt es aus Vorstandskreisen, klingt nicht gerade optimistisch.

Möge die „Frauen-Power“, wie Die Harke bereits im März 2011 titelte, als Monika Singelmann-Droegmöller und Marion Koppermann die Führung der Fördergemeinschaft übernahmen, mit Unterstützung durch Rainer Fellermann das Schiff „Fördergemeinschaft Hoya e.V.“ wieder in ruhige, aber zukunftsfähige Bahnen lenken, mit viel Personal an Bord und damit helfen, das positive Bild von Hoya weiter auszubauen.

Noch ist es nicht zu spät.

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Erstellt:
9. April 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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