Dem neuen Langendammer Ortsrat gehören Michael Hentrich, Stephan Ottens, Andreas Schmied, Jens Borcherding, Wilhelm Schlemermeyer, Karim Iraki, Roger Kruska, Gerhard Schlieker und Frank Podehl (von links) an. Auf dem Foto fehlt Carsten Teschner. Garms

Dem neuen Langendammer Ortsrat gehören Michael Hentrich, Stephan Ottens, Andreas Schmied, Jens Borcherding, Wilhelm Schlemermeyer, Karim Iraki, Roger Kruska, Gerhard Schlieker und Frank Podehl (von links) an. Auf dem Foto fehlt Carsten Teschner. Garms

Langendamm 11.11.2016 Von Manon Garms

WG stimmt gegen Bürgermeister und Stellvertreter

Mitglieder des Langendammer Ortsrates sind verpflichtet worden / Planungen für die Langendammer Realschule und das Gebäude

Im neuen Langendammer Ortsrat sind insgesamt fünf Parteien und Wählergruppen vertreten: CDU, Wählergemeinschaft (WG), SPD, Grüne und die Unabhängige Liste Nienburg (ULN). Wilhelm Schlemermeyer (CDU), der in der konstituierenden Sitzung erneut als Ortsbürgermeister kandidierte, wurde mit sechs zu zwei Stimmen gewählt. Die beiden Ortsratsmitglieder der WG – [DATENBANK=206]Gerhard Schlieker[/DATENBANK] und Roger Kruska – stimmten gegen ihn. Das gleiche Bild zeigte sich bei [DATENBANK=204]Karim Iraki[/DATENBANK] (Grüne), der wieder als stellvertretender Ortsbürgermeister kandidierte: Auch er wurde bei zwei Gegenstimmen der WG gewählt. CDU-Fraktionsvorsitzender [DATENBANK=275]Andreas Schmied[/DATENBANK] hatte sowohl [DATENBANK=203]Schlemermeyer[/DATENBANK] als auch Iraki für ihre Posten vorgeschlagen. „Ich schlage Herrn Schlemermeyer nicht nur vor, weil er bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen bekommen hat und der CDU angehört, sondern weil er seine Sache gut gemacht hat“, betonte Schmied. Schlemermeyer regele vieles auf dem kurzen Dienstweg: „Man kann ihn immer anrufen – egal ob eine Straßenlampe ausgegangen ist oder der Fußweg krumm ist“, so die saloppe Beschreibung des CDU-Fraktionsvorsitzenden.

Auch Iraki schlage er nicht nur vor, weil der die zweitmeisten Stimmen bekommen habe. „Wir arbeiten seit fünf Jahren zusammen. Und auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, sind wir im Wesentlichen auf einer Linie“, sagte Schmied. Und schließlich seien auch die Langendammer der Meinung, dass Iraki seine Sache gut gemacht habe.

Neben den bereits erwähnten Ortsratsmitgliedern gehören Jens Borcherding (ULN), Michael Hentrich (CDU), Stephan Ottens (CDU) und Carsten Teschner (SPD, er fehlte bei der Sitzung) dem Gremium an sowie Frank Podehl (WG) als beratendes Mitglied. Ausgeschieden sind Leander Barchanski (SPD), der bei der Ortsratssitzung nicht anwesend war, sowie Barbara Diekhoff (SPD).

Du warst immer unsere Frauenquote, jetzt sind wir eine reine Männerrunde

Diekhoff wurde von Schlemermeyer mit einer kurzen Ansprache und kleinen Geschenken verabschiedet. „Du warst immer unsere Frauenquote, jetzt sind wir eine reine Männerrunde“, so der Ortsbürgermeister. Er lobte Diekhoff für ihren Einsatz besonders in den Bereichen Schule und Kindergarten.

Auch Nienburgs Bürgermeister [DATENBANK=1]Henning Onkes[/DATENBANK] (parteilos) lobte – und zwar das Engagement der Langendammer im Allgemeinen und des Ortsrates im Besonderen. „Die ganze Gemeinschaft der Stadt Nienburg hat viel davon, dass Langendamm so engagiert ist“, sagte Onkes und nannte als Beispiele die Themen Schule und Feuerwehr für die Daseinsvorsorge sowie den Südringbau.

Schlemermeyer sieht das am Südring enstehende Gewerbegebiet als Langendammer Gewerbegebiet an und hatte Positives zu verkünden. „Von den insgesamt 13/14 Hektar, gibt es schon für mehr als zehn Hektar Interessensbekundungen von Unternehmen“, berichtete der Ortsbürgermeister. Zwar sei noch nichts unterschrieben, aber man sei mit mehreren großen sowie zwei kleinen Firmen im Gespräch.

Im Hinblick auf die auslaufende Langendammer Realschule betonte Onkes, dass das nicht daran liege, dass der Ortsrat sich nicht eingesetzt habe. Schuld sei die demografische Entwicklung. Künftig soll es – wie Onkes und Schlemermeyer erläuterten – zwei Arbeitskreise geben. Der eine beschäftigt sich mit der Zusammenführung von der Langendammer und der Nienburger Realschule im Gebäude der Nienburger Realschule.

Der zweite Arbeitskreis beschäftigt sich laut Onkes mit der „konzeptionellen Entwicklung am Standort Langendamm“. Dort wird also die Frage geklärt, was mit dem Gebäude passiert. Es gibt Überlegungen, ob das Langendammer Jugendhaus dort einziehen könnte. „Das jetzige Gebäude des Jugendhauses könnte irgendwann verschwinden, schließlich ist es energetisch nicht mehr auf dem neusten Stand“, sagte Schlemermeyer.

Barbara Dieckhoff wurde von Wilhelm Schlemermeyer (rechts) mit einer kurzen Ansprache verabschiedet. Von Karim Iraki bekam sie einen Blumenstrauß. Garms

Barbara Dieckhoff wurde von Wilhelm Schlemermeyer (rechts) mit einer kurzen Ansprache verabschiedet. Von Karim Iraki bekam sie einen Blumenstrauß. Garms

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Erstellt:
11. November 2016, 21:00 Uhr
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