Neustadt 07.12.2018 Von Die Harke

WVGN beschäftigt sich mit Nitrat

Anfrage des Rates der Stadt Neustadt

Auf einer Pressekonferenz hat der Wasserverband Garbsen-Neustadt (WVGN) informiert. Dazu heißt es in einer Mitteilung: „Der Wasserpreis bleibt für das nächste Jahr unverändert. Zentrales Thema war aber auch die Vorstellung des Berichts zur Nitratreduzierung.“ Das sei die Antwort auf die Anfrage des Rates der Stadt Neustadt zum Thema Nitrat im Wasserwerk Hagen. Die wirtschaftliche Situation sei aktuell durch die außergewöhnlich trockene Witterung im Geschäftsjahr 2018 beeinflusst. „Die Versorgung war sowohl bei der Wassergewinnung als auch bei der -verteilung im Rohrnetz durch die rekordverdächtige Wasserabgabe angespannt, bescherte dem Verband aber gleichzeitig höhere Erträge. Der für dieses Jahr dadurch erwartete Gewinn konnte bereits für zusätzliche Sanierungsmaßnahmen genutzt werden und vermeidet unter anderem die für das Geschäftsjahr geplante Darlehensaufnahme.“ Die Sanierung des Rohrnetzes bleibe aber auch für die nächsten Jahre bestimmend für die wirtschaftliche Situation. Trotz Durchführung umfangreicher Maßnahmen reicht die aktuelle Erneuerungsquote nach Auffassung der Geschäftsführung des Verbandes nicht aus.

Der Antwortbericht zur Nitratanfrage stellte die untersuchten Varianten dar. „Die beiden vom WVGN betriebenen Wasserwerke stellen die Versorgung der Kunden im Versorgungsgebiet sicher, das Wasserwerk Hagen bei Neustadt am Rübenberge stellt knapp 50 Prozent der Gewinnungsmenge und versorgt den nördlichen Teil, leistet aber auch einen Anteil an der Versorgung im südlichen Verbandsgebiet. Das Wasser aus dem Werk in Hagen weist einen Nitratwert von circa 39 mg/l auf, der Grenzwert nach Trinkwasserverordnung beträgt 50 mg/l.“

Untersucht wurden mehrere Möglichkeiten, die Nitratsituation zu verbessern: Eine Variante wäre die Beibehaltung des Status quo. „Entsprechend dem Ergebnis eines umfangreichen Messprogramms und geologischen Gutachtens ist der unmittelbare Anstieg des aktuellen Nitratwertes nicht zu erwarten. Aufgrund der geringen qualitativen Vorteile (noch deutlichere Unterschreitung des Nitratgrenzwertes) beziehungsweise der durch die Aufbereitung entstehenden Nachteile und Kosten, sehen die Verantwortlichen des Verbandes einheitlich keinen akuten Handlungsbedarf. Der aktuelle Wert liegt deutlich unter dem Grenzwert.“

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Erstellt:
7. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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