„Schnattchen“ mit Herrchen Lothar Enderwitz: zutraulich, aber nicht zahm. Foto: Hagebölling

„Schnattchen“ mit Herrchen Lothar Enderwitz: zutraulich, aber nicht zahm. Foto: Hagebölling

Rohrsen 02.05.2020 Von Edda Hagebölling

Wachsam und abenteuerlustig

Seit gut einem Jahr gehört Graugans „Schnattchen“ zur Familie Enderwitz in Rohrsen

Seit etwa einem Jahr gehört „Schnattchen“ zur Familie Enderwitz in Rohrsen. Drei Mädchen hatten die kleine Graugans seinerzeit an der Schule in Heemsen eingefangen und zu Lothar und Brigitte Enderwitz gebracht.

„Weil die sich gut mit Federvieh auskennen“, hatte man den Kindern gesagt. Wie gut. Ohne fachkundige Hilfe hätte das Küken seinerzeit nicht überlebt.

Mittlerweile ist „Schnattchen“ eine respektable Gans. Spaziergänge sind ihre Leidenschaft. Dass sie dabei auch schon mal den Straßenverkehr lahm legt, macht ihr überhaupt nichts.

Auf den Arm nehmen oder streicheln lässt sie sich nicht. Eigentlich hatten Brigitte und Lothar Enderwitz vor, sie wieder auszuwildern, darum wollten sie die junge Gans nicht zu sehr an sich gewöhnen. Dieser Versuch scheiterte jedoch kläglich.

Als „Schnattchen“ im Herbst die Wahl hatte zwischen den wilden Graugänsen in der Marsch zwischen Drakenburg und Buchhorst und ihrer Adoptivfamilie, musste sie nicht lange überlegen. Sie saß schneller wieder vorm Auto als Lothar und Brigitte gucken konnten.

Dass „Schnattchen“ das Weihnachtsfest überlebt hat, versteht sich von selbst. Dabei ist den Federvieh-Experten aus Rohrsen durchaus klar, dass Gänse 10 bis 15 Jahre alt werden können. Und sie haben längst festgestellt: Solange es die resolute Graugans in ihrem Garten gibt, brauchen sie sich um ihre Sicherheit keine Gedanken machen.

„Schnattchen“ macht dem Ruf der Gänse als Wachhund alle Ehre. Aber keine Angst: Die Gänsedame ist nur draußen, wenn Herrchen Lothar dabei ist.

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Erstellt:
2. Mai 2020, 16:20 Uhr
Lesedauer:
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