Michael Müller, Bundesvorsitzender der Natufreunde. Naturfreunde

Michael Müller, Bundesvorsitzender der Natufreunde. Naturfreunde

Nienburg 15.04.2017 Von Die Harke

„Wachstum ohne Grenzen?“

Attac, Naturfreunde und ver.di laden am Sonntag ein zu „Tee und Talk“ mit Michael Müller

Die Nienburger Organisationen [DATENBANK=389]Attac[/DATENBANK], [DATENBANK=246]Naturfreunde[/DATENBANK] und [DATENBANK=247]ver.di[/DATENBANK] laden alle Interessierten für Sonntag, den 23. April, um 15 Uhr ins Naturfreundehaus Nienburg in der Luise-Wyneken-Straße zu „Tee und Talk“ mit dem Bundesvorsitzenden der Naturfreunde und ehemaligen Staatssekretär Michael Müller zu dem Thema „Grenzen des Wachstums“ ein. Bereits im letzten Jahr haben sich Naturfreunde und ver.di bei „Wein und Talk“ mit Zukunftsvisionen beschäftigt haben. Über 20 Personen haben sich ferner zu ihren Zukunftsvisionen geäußert, nachzulesen auf der Internetseite der Naturfreunde Nienburg. Immer wieder tauchte dabei die Frage auf, ob sich die Gesellschaft überhaupt eine Zukunft, die auf steten Wachstum basiert, erlauben könne.

[DATENBANK=3744]Volker Selent[/DATENBANK] von der Vorbereitungsgruppe: „Einerseits ist Wachstum Ziel unserer Wirtschaft und auch die Forderungen bei den Tarifrunden orientiert sich am Wachstum, aber gleichzeitig bedeutet Wachstum einen zunehmenden Ressourcenverbrauch und widerspricht einer nachhaltigen Entwicklung“.

Dieser Problematik ist auch eine Enquetekommission des Bundestags nachgegangen. Der Abschlussbericht aus dem Jahr 2013 beinhaltet über 800 Seiten. „Doch spiegelt der Bericht die Bedenken der Umweltverbände wider? Wo ist gesellschaftlicher Konsens erkennbar, wo zeigen sich Interessengegensätze und Konflikte?“ geben die Organisatoren zu bedenken.

Der Bundesvorsitzende der Naturfreunde, Michael Müller (2005 bis 2009 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und ehemaliger Präsidiumsmitglied des Deutschen Naturschutzrings), gehörte der oben aufgeführten Enquetekommission als Sachverständiger an.

Mit dem Mitherausgeber der umweltpolitischen Online-Magazine klimaretter.info und movum haben die drei Nienburger Organisationen einen kompetenten Gesprächspartner zur Frage über die Grenzen des Wachstum eingeladen.

„Die Industriegesellschaften haben die ökologischen Grenzen des Wachstums überschritten“, warnt Michael Müller. „Setzen sie unter den heutigen Bedingungen auf mehr Wachstum, schädigen sie unverantwortlich die Natur und damit die Lebensgrundlage kommender Generationen. Bremsen sie aus ökologischen Gründen das wirtschaftliche Wachstum, nehmen soziale Unsicherheit und Arbeitslosigkeit zu. Ohne wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturreformen wird es keinen Fortschritt geben.“

Damit der Nachmittag nicht so trocken wird, wird als Pendant zu der Weinprobe bei „Wein und Talk“ dieses Mal eine Teeprobe angeboten. Ulrike Seeburg-Schröder wird bestimmte Teesorten präsentieren.

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Erstellt:
15. April 2017, 21:00 Uhr
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