Wahlkampf im Endspurt

Wahlkampf im Endspurt

Manon Garms DH

Am kommenden Sonntag wird in allen niedersächsischen Kommunen gewählt. Der ein oder andere Bürger ist sicher froh, dass die Zeit des Wahlkampfes dann vorbei ist. In der Nienburger Fußgängerzone waren in der vergangenen Zeit häufiger Menschen zu beobachten, die schnell an den Wahlkampfständen der Parteien vorbeihetzten – weil sie keine Lust hatten, von den Kandidaten angesprochen und in ein Gespräch verwickelt zu werden. Vielen Bürgern gefällt es auch nicht, dass bestimmte Themen von den Parteien im Wahlkampf missbraucht werden, um – je nachdem, welchen Standpunkt sie vertreten – Stimmen zu ergattern. Doch der Wahlkampf – mag er auch in gewissen Bereichen störend wirken und/oder allzu durchschaubar sein – gehört zu einer Demokratie dazu. Schließlich müssen die Wähler eine reelle Chance haben, sich eine Meinung zu bilden. Ebenso müssen die Parteien, Wählergruppen und Einzelkandidaten die Möglichkeit haben, sich und ihre Inhalte vorzustellen. Wobei es natürlich nicht nur auf die Inhalte ankommt, sondern auch auf die Personen, die dahinter stehen. Besonders bei einer Kommunalwahl rücken die Themen sicher manchmal in den Hintergrund und gewählt wird, wen man persönlich kennt, sympathisch findet und schätzt.

Der ein oder andere Kandidat dürfte übrigens ebenfalls erleichtert sein, wenn der Wahlkampf vorüber ist, denn der zeitliche Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Natürlich betonen viele, dass ihnen der Straßenwahlkampf und die Gespräche mit den Bürgern viel Spaß machen. Wenn das nicht so wäre, wären sie in der Politik wohl auch nicht richtig.