Walk and talk beim Gassigang

Walk and talk beim Gassigang

Meetings unterwegs sind heute kein Problem mehr. Symbolfoto: Alliance - stock.adobe.com

Neulich trafen der Hund und ich auf der Gassirunde eine gute Bekannte, die ebenfalls mit ihrem Vierbeiner unterwegs war. Anders als sonst hatten die beiden jedoch keine Zeit für uns: „Ich bin gerade in ein einem Walk-and-talk-Meeting“, raunte sie mir kurz zu und sprach weiter in das Mikrofon ihres Smartphones.

Zurück blieben ein verdutzter rumänischer Riesendackel, der nicht mit seinem Hundekumpel toben durfte, und ein Herrchen, das sich fragte, was denn dieses „Walk and talk“ – zu Deutsch „Gehen und sprechen“ denn wohl sei.

Wie häufig hilft da ein Blick ins Internet: Steve Jobs, Mitgründer des Unternehmens Apple, schätzte Besprechungen, die sich fernab von Konferenzräumen abspielen. Die Verfechter von „Walk an talk“ sehen zahlreiche Vorteile der Methode: Bewegung erhöhe die Aufmerksamkeit, deshalb seien solche Meetings kürzer als übliche Besprechungen. Außerdem erhöhe Bewegung die Sauerstoffzufuhr des Gehirns, so dass es bessere Ergebnisse gebe, auch weil durch das Gehen die Kreativität angeregt werde.

Und schließlich veränderten die dynamischen Geh-Meetings auch noch die Firmenkultur: Wer sich in lockerer Atmosphäre beim Spaziergang austausche, gewinne leichter das Vertrauen seiner Kolleginnen und Kollegen.

Was es nicht alles gibt. Wer aber glaubt, dass „Walk an talk“ eine Erfindung aus dem Digitalzeitalter ist, der irrt gewaltig: Schon der griechische Philosoph Aristoteles hielt seine Denkschule im Gehen ab. Und der gute Mann lebte von 384 bis 322 vor Christi Geburt.