Matthias Brosch. DH

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Kolumnen 17.04.2017 Von Matthias Brosch

Wanderndes Parkticket

Wer am [DATENBANK=3287]Krankenhaus in Nienburg[/DATENBANK] mit dem Auto ankommt, der weiß häufig nicht, wie lange der Besuch dauern wird. Eine halbe Stunde Parkzeit kostet am Amalie-Thomas-Platz ganztägig 30 Cent – da kann sich eine Tageskarte für 2,10 Euro schon lohnen.

Dazu gibt es eine interessante Geschichte, die uns zugetragen wurde. Ein

Nienburger kam neulich gegen acht Uhr morgens bei den Helios-Klinken an. Er wollte zu einer Untersuchung in der offenen Sprechstunde. Ehe er ausgestiegen war, hatte ihn schon ein älteres Ehepaar angesprochen. Den Weg zum Automaten könne er sich sparen – und schon wechselte das Tagesticket den Besitzer.

„Soll ich ihnen dafür etwas geben?“, fragte er noch. „Nein, wir hätten die zwei Euro ja so oder so bezahlt, nehmen sie mal“, erklang es als Antwort. Der Nienburger freute sich. Seine Untersuchung zum vereinbarten Termin folgte ohne Wartezeit, offensichtlich entwickelte sich ein Glückstag. Beschwingt begab er sich wieder zu seinem Fahrzeug – und siehe da: Da stieg nebenan ein Sohn begleitet von seinem Vater aus dem Wagen.

„Brauchen Sie ein Ticket – hier, das können sie gern haben“, sagte er. Lächeln auf der anderen Seite. Und wer weiß, wie oft der 24-Stunden-Parkschein danach noch zum nächsten Besitzer gewandert ist.

Das Nutzen der Restparkzeit ist auf öffentlichen Parkplätzen im Übrigen erlaubt.

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Erstellt:
17. April 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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