Stefan Schwiersch DH

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Landkreis 02.09.2019 Von Stefan Schwiersch

Wann kommt der Lenk-Ball?

Guten Tag

Kommen Sie manchmal auch nicht mehr mit? Die Technik schreitet fort, ob man will oder nicht. Dabei ist es doch gar nicht so lange her, dass wir als junge Menschen technische Neuerungen mit Interesse aufsogen. Zum Beispiel, als der Walkman die Musik mobil machte. Als das Fax einen Brief in Sekunden versendete. Als der Videorekorder das abendliche TV-Programm, bis dahin bestehend aus kaum mehr als vier Sendern, quasi revolutionierte. Heute präsentieren uns die Anbieter Kühlschränke mit Display, Internetanschluss und integriertem Kochbuch, Kaffeemaschinen, die per App vom Küchentisch aus gesteuert werden können (Achtung: Die Tasse muss noch selbst druntergestellt werden!) und Lampen, die per Smartphone die Farben verändern. Gut und schön, aber wozu benötige ich eine Waage, die meine leicht erhöhte Kiloanzahl auf das tragbare Telefon überträgt?

Im Fußball setzt sich der technische Einfluss bekanntermaßen fort. Was einst mit der funkenden Assistentenfahne begann (die dem Schiri auf Knopfdruck per Piepton das Heben signalisierte), endete zuletzt beim Torrichter „Hawk Eye“ und schließlich beim Videobeweis.

Der nächste Entwicklungsschritt könnte vorgezeichnet sein. DFB und Landesverbände pushen vehement den eFootball, es wird sogar Meisterschaften für die daddelnden FIFA-Player geben. Was mir als Krone der Entwicklung noch fehlt, quasi als Verbindung zwischen Fußball und eFootball, ist der ferngesteuerte Ball.

Es muss doch möglich sein, die Flugbahn eines Balles mittels eines implantierten Mechanismus zu verändern. Per Rotation oder Vibration oder was weiß ich. Draußen an der Linie steht der „Ball-Controller“ mit seinem Smartphone, der künftig fest zum Trainer-Stab gehört und per Knopfdruck Torhüter alt aussehen lässt.

Zu verrückt, finden Sie? Nun, bis 1970 war Frauenfußball verboten. Zwischendurch fand mal jemand, dass das „Golden Goal“ eine gute Idee sei. Alles ist im Wandel, daher würde ich erstmal nichts ausschließen.

Übrigens: Haben Sie schon vom Spielgerät „Soccket“ gehört? Hierbei handelt es sich um einen klassischen Spielball, der in der Lage ist, die ihm zugeführte Energie während eines Spiels im Inneren zu speichern. Das könnte vor allem eine große Bereicherung für Entwicklungsländer darstellen, um die Unabhängigkeit von externen Stromquellen zu unterstützen.

Von hier bis zum per Smartphone lenkbaren Fußball ist es doch nur noch ein entwicklungstechnischer Katzensprung.

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Erstellt:
2. September 2019, 10:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

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