Zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen wurde ein 33-jähriger Nienburger verurteilt. Paul Hill/Fotolia

Zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen wurde ein 33-jähriger Nienburger verurteilt. Paul Hill/Fotolia

Nienburg 09.11.2018 Von Andreas Wetzel

Waren im Netz bestellt und nicht bezahlt

33-jähriger Nienburger ist vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden

Ein 33-jähriger Mann aus Nienburg musste sich vor dem Amtsgericht Nienburg verantworten, weil er über das Internet in sieben verschiedenen Fällen Waren bestellt hatte, ohne diese zu bezahlen. Darüber hinaus war er auch nicht dazu in der Lage und wurde nun zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu zehn Euro verurteilt. Von April bis Mai 2016 hatte der angeklagte Mann bei mehreren Firmen Waren bestellt, so Wohnungseinrichtungsgegenstände und Fußbodenbelag, aber auch zwei Grills und Deckenleuchten, die ihm auch geliefert wurden.

Die mitgelieferten Rechnungen wurden anschließend nicht bezahlt, sodass die geschädigten Firmen sich in der Folgezeit genötigt sahen, gegen den 33-Jährigen Anzeige zu erstatten. Vor Gericht räumte er die Taten ein und gab an, aus einer Notlage heraus gehandelt zu haben.

Da er mit seinen Eltern noch zusammenlebt und seine Mutter schwer erkrankt sei, musste eine andere Wohnung gesucht werden. Für diese neue Wohnung seien die Einrichtungsgegenstände, wie die Lampen und der Fußbodenbelag, bestimmt gewesen.

Das Besondere in diesem Verfahren war, dass sich der Angeklagte zwischenzeitlich über seinen Rechtsanwalt mit den Anwälten der geschädigten Firmen auseinandergesetzt hatte und mit ihnen eine Zahlungsvereinbarung getroffen hat, sodass mittlerweile 600 Euro des entstandenen Schadens von 4.113,74 Euro zurückgezahlt wurde.

Da der Angeklagte allerdings einschlägige Vorstrafen aufzuweisen hatte, war er nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zu verurteilen. Sie beantragte daher sieben Mal 50 Tagessätze, die zu einer Gesamtstrafe von 120 Tagessätzen zusammengezogen wurde. Die Verteidigung ihrerseits wollte die Tagessätze auf 30 pro Tat beschränkt haben und beantragte eine Gesamtstrafe von 90 Tagessätzen.

Das Gericht schloss sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an und verurteilte ihn zu 120 Tagessätzen zu je zehn Euro und ordnete die Einziehung des noch verbliebenen Schadens in Höhe von 3.513 Euro ein.

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Erstellt:
9. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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