Die Mitarbeiter haben ein Signal gesetzt.  IG metall Nienburg-Stadthagen

Die Mitarbeiter haben ein Signal gesetzt. IG metall Nienburg-Stadthagen

Leeseringen 08.02.2017 Von Die Harke

Warnstreik bei Bremskerl in Leeseringen

Rund 100 Beschäftigte aus der Nacht- und Frühschicht beteiligten sich

Rund 100 Beschäftigte der Firma Bremskerl haben sich am vergangenen Mittwoch an einem mehrstündigen Warnstreik vor den Toren des Werks in Leeseringen beteiligt. Die Kolleginnen und Kollegen der Nacht- und Frühschicht legten von 5 bis 8 Uhr die Arbeit nieder, um ihren Forderungen für die Tarifrunde Nachdruck zu verleihen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie hat nicht zu einer Tarifeinigung zwischen der IG Metall und dem Arbeitgeberverband geführt. Die Forderungen der IG Metall sehen eine Entgelterhöhung um 4,5 Prozent vor sowie eine Weiterführung des Tarifvertrags zur Altersteilzeit zu besseren Konditionen.

Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, sagt: „Dies ist heute der Auftakt zur ersten Warnstreikwelle in Niedersachsen. Wir werden den Schwung dieser Warnstreikwelle im Februar nutzen und den Arbeitgebern zeigen, dass wir ein deutlich verbessertes Angebot und echtes Entgegenkommen erwarten. Ohne Zugeständnisse und deutliche Verbesserungen beim Entgelt und bei der Altersteilzeit wird es mit uns nicht gehen“.

In Estorf arbeiten bei den Bremskerl-Reibbelagwerken mehr als 250 Mitarbeiter. Dort werden Brems- und Reibbeläge für Schienen- und Nutzfahrzeuge sowie für industrielle Anwendungen produziert. „Die Warnstreiks, Demonstrationen und Kundgebungen, zu denen die IG Metall während der Arbeitszeit aufruft, sind rechtmäßig“, heißt es in einer Pressemitteilung der IG Metall Nienburg-Stadthagen.

Zum Artikel

Erstellt:
8. Februar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.