Manon Garms DH

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Kolumnen 13.03.2017 Von Manon Garms

Warnung nicht in den Wind schlagen

Guten Tag

Es ist schon ein niedlicher Anblick, wenn man kleine Kinder dabei beobachtet, wie sie Enten füttern. Und sicher wollen ihre erwachsenen Begleiter allen nur etwas Gutes bieten: den Kindern ein schönes Erlebnis und den Enten eine leckere Mahlzeit. Doch so gut die Absichten auch sein mögen – das Füttern von Enten kann sehr negative Folgen haben. Es lockt nämlich nicht nur Enten an, sondern auch Ratten. Und Brot, das übrig bleibt und im Wasser vor sich hindümpelt, kann zu Algenwuchs und einer sinkenden Wasserqualität führen. Die Stadt Nienburg und auch der [DATENBANK=4921]NABU[/DATENBANK] warnen aus diesen Gründen davor, Enten zu füttern.

Und diese Warnung sollte niemand in den Wind schlagen. Auch die Ausrede, dass das Füttern der Enten doch so schön für die kleinen Kinder sei, darf nicht gelten. Richtigerweise schreibt Inge Gippert, die sich in einer Mail zu diesem Thema an DIE HARKE gewandt hat: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass – wenn man Kindern die Natur erklärt – sie das sehr gut verstehen.“

Gippert sieht im Entenfüttern zudem eine „fehlende Wertschätzung gegenüber unserer aller Nahrung“. Sie schreibt: „Auf meine Frage, warum sie so viel Brot an die Enten verfüttern, sagten manche ,Bevor ich es wegwerfe...‘ oder ,Es hat nur 53 Cent gekostet‘. Wer hochwertige und damit etwas teurere Lebensmittel kauft, wirft sicher nicht so leichtfertig etwas weg.“

Es spricht also vieles gegen das Füttern der Enten. Und sicher lässt sich doch auch ein anderes schönes Erlebnis für kleine Kinder finden.

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Erstellt:
13. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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