Am Wochenende wurden Lehrkräfte sowie Beschäftigte von Kindertagesstätten geimpft. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Am Wochenende wurden Lehrkräfte sowie Beschäftigte von Kindertagesstätten geimpft. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Landkreis 16.03.2021 Von Holger Lachnit

Wie soll man da das Vertrauen behalten?

Dass der Corona-Impfstoff von Astrazeneca auch bei jüngern Menschen mitunter stärkere Nebenwirkungen verursacht, ist hinlänglich bekannt. Diese Erfahrung haben beispielsweise zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem medizinischen Bereich gemacht, die vor kurzem im Drakenburger Impfzentrum geimpft wurden. Am Wochenende nun wurden Lehrkräfte sowie Beschäftigte von Kindertagesstätten geimpft.

Aber wie werden sich alle frisch mit Astrazeneca Geimpften fühlen, nachdem sie gestern erfahren mussten, dass Deutschland die Impfungen mit dem Wirkstoff ausgesetzt hat? Grund sind neue Meldungen von Thrombosen im Gehirn im zeitlichen Zusammenhang mit den Impfungen. Andere Staaten hatten das Impfen mit dem Wirkstoff bereits in der vergangenen Woche gestoppt. Zur Wahrheit gehört aber auch: Der Hersteller betont, die Analyse von mehr als zehn Millionen Fällen habe „keinerlei Beweis für ein erhöhtes Risiko für eine Lungenembolie oder Thrombose“ ergeben.

Es ist unfassbar, wie schlecht die Impfkampagne in Deutschland läuft: Erst Chaos bei der Terminvergabe, dann zu wenig Impfstoff und jetzt möglicherweise schwerwiegende Nebenwirkungen bei einem Vakzin. Wie sollen die Menschen da das Vertrauen in die Verantwortlichen beim Bund behalten?

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Erstellt:
16. März 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 33sec

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