Unsplash/ @jan_ivo

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10.09.2020 Von Die Harke

Warum die F1-Saison trotz Mercedes-Dominanz schon jetzt legendär ist

Die Formel 1 feiert 2020 eine ganz besondere Saison. Neben der Ferrari-Krise, Überraschungssiegern und besonderen Rennstrecken gibt es aktuell viel zu sehen. Trotz der abermals drückenden Überlegenheit von Mercedes haben die Fans also nichtsdestotrotz viel Spaß. Alles über eine legendäre Saison 2020.

Faktor 1: Die Rennstrecken

Fünfmal wird der F1-Zirkus in der Saison 2020 noch an Orten haltmachen, die eigentlich gar nicht im offiziellen Rennkalender standen. Umso froher sind die Fans, da es sich um neue oder bereits schon länger nicht mehr in der Formel 1 genutzte Rennstrecken handelt. Zunächst geht es in die Toskana, wo in Mugello eine Traditionsstrecke beheimatet ist. Einen Monat später wartet der legendäre Nürburgring, wenn auch nur mit Grand-Prix-Strecke und nicht der Nordschleife. Vor allem alle Traditionalisten dürfte die außerplanmäßige Aufnahme in den Rennkalender freuen, sollte doch 2020 eigentlich kein Deutschland-Rennen stattfinden.

Danach folgen das Debüt im portugiesischen Portimao und das langersehnte Comeback in Imola. Die Besonderheit in San Marino wird sein, dass nur eine Trainingseinheit vor dem Qualifying stattfindet. Der Freitag wird komplett gestrichen. Im viertletzten Saisonrennen folgt zudem die Rückkehr auf eine Strecke, die viele Jahre ein Favorit der Fans war: Istanbul. In der Türkei könnte sich womöglich schon vorentscheiden, wer die Weltmeisterschaft holt, ehe es zum Finale in den Mittleren Osten geht. Als Gewinner gibt es dabei abseits von Weltmeister Hamilton gar keine zweite Option mehr. Teamkollege Valtteri Bottas besitzt dabei schon viel zu viel Rückstand. Das ist vergleichbar mit dem FC Bayern München im Fußball. Mit Quoten von 1,16 werden auch sie bei den Sportwetten online wieder als die Topfavoriten auf die kommende Bundesliga gesehen. Mannschaften wie RB Leipzig oder Dortmund sind dabei schon fast chancenlos.

Faktor 2: Die überraschenden Ergebnisse

Den Rennsieger Pierre Gasly hatte vor dem Großen Preis von Monza wohl nicht einmal die kühnsten Optimisten auf dem Schirm. Umso überraschender fiel das Podium in Italien aus, das neben Gasly von Carlos Sainz und Lance Stroll komplettiert wurde. Selbst wenn dieses Ergebnis nur durch Safety-Car-Chaos und einer Zeitstrafe gegen Lewis Hamilton zustande kam, freuten sich die Fans in aller Welt über ein abwechslungsreiches Rennen.

Ansonsten wurden vor allem Schlagzeilen negativer Art geschrieben. Verantwortlich dafür ist 2020 Ferrari mit schockierend schlechten Leistungen durch Sebastian Vettel und Charles Leclerc. Im Saisonverlauf verloren die Roten sogar an Boden gegenüber der Konkurrenz. Mehrfach wurden die Piloten mittlerweile in Rennen überrundet oder zogen sogar im direkten Duell gegen Haas‘ den Kürzeren - wenn sie überhaupt ins Ziel kamen. Monza lässt grüßen.

Faktor 3: Deutsche Power in der Formel 2

Unsplash / @zuphotography

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Unter der Formel 1 ist aus deutscher Sicht ebenfalls viel Positives zu berichten. In der Formel 2 etwa ist Mick Schumacher immer besser in Form gekommen und feierte zuletzt in Monza seinen ersten Saisonsieg. Dank der großen Konstanz und den meisten Podestplätzen aller Fahrer liegt der Sohn von F1-Legende Michael Schumacher auf dem zweiten Platz der Fahrer-WM. Nur sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Callum Ilott. Bei noch drei ausstehenden Rennwochenenden ist Schumacher damit zu einem ernstzunehmenden WM-Kandidaten geworden.

Mit starken Leistungen in dieser Klasse wird der Deutsche ganz automatisch zum Kandidaten für die Königsklasse. Die Experten schätzen die Situation so ein, dass ihm ein weiteres Jahr in der Formel 2 gut tun würde. Früher oder später scheint derweil klar, dass der Schritt stattfinden wird. Dann wird ein großer Name in die Formel 1 zurückkehren und hat dafür dank der umfangreichen Regeländerungen 2022 die perfekte Grundlage, schnell erfolgreich zu sein.

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Erstellt:
10. September 2020, 07:53 Uhr
Lesedauer:
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