Heute ist Gründonnerstag. Doch woher hat der Tag vor dem Karfreitag diesen Namen? Foto: bychykhin - stock.adobe.com

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Landkreis 01.04.2021 Von Holger Lachnit

Warum eigentlich Gründonnerstag?

Heute ist Gründonnerstag. Doch woher hat der Tag vor dem Karfreitag diesen Namen? Genaues weiß man nicht. Es gibt lediglich Vermutungen. Selbst das weltweite Internet-Lexikon Wikipedia, das scheinbar sonst immer alles weiß, hält gleich vier Theorien bereit.

Fest steht laut Wikipedia, dass der Name vor dem 15. Jahrhundert im mitteldeutschen Raum entstanden sei. Dabei gebe es vier Thesen, die eine Namensfindung eine Rolle gespielt haben könnten: Die Herleitung vom Begriff „virides“, der „Büßer“ bedeutet, die „Dürres Holz“ waren und nach dem Erlass der Buße wieder zu gesundem „grünem Holz“ wurden. Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Begriff mit dem vormittelalterlichen Farbenkanon der katholischen Kirche verbunden ist: Zwar steht heute Weiß für den Gründonnerstag, damals war es jedoch Grün.

Auch könnte der Gründonnerstag seinen Namen vom seit dem 14. Jahrhundert bekannten Brauch bekommen haben, an diesem Tag grünes Gemüse, wie Salat, grüne Kräuter oder Grünkohl, zu essen.

Und schließlich könnte der Begriff von „Greinen“ stammen, dem Weinen der Büßer am Gründonnerstag.

So unklar die Entstehung des Namens ist, so bedeutend ist der Tag für die Christen: Am Gründonnerstag erinnern sie an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern vor seiner Verhaftung. Am Abend des Gründonnerstags beginnen übrigens bereits die drei Ostertage, da nach antiker Tradition der neue Tag bereits am Vorabend beginnt.

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Erstellt:
1. April 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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