Im Jahr 2019 fand in Liebenau bei schönstem Wetter noch das Osterfeuer statt. Aufgrund der Corona-Pandemie fallen nun zum zweiten Mal in Folge die Osterfeuer im Kreisgebiet aus. Foto: Archiv

Im Jahr 2019 fand in Liebenau bei schönstem Wetter noch das Osterfeuer statt. Aufgrund der Corona-Pandemie fallen nun zum zweiten Mal in Folge die Osterfeuer im Kreisgebiet aus. Foto: Archiv

Landkreis 01.04.2021 Von Mara Kakoschke, Von Helge Nußbaum

Warum legt der Osterhase Eier?

Sagen, Bräuche und Wissenswertes zum Osterfest / Mit Bilderstrecke

Ostern wird gemeinhin als christliches Fest der Auferstehung Jesu und des Neubeginns gefeiert, aber was hat es eigentlich mit dem Osterhasen und den bunt bemalten Ostereiern auf sich, die wir seit jeher mit dem Osterfest verbinden?

Im zehnten „Historischen Freitag“, der heute am Gründonnerstag erscheint, nehmen wir einige Ostertraditionen und -bräuche unter die Lupe.

150 Jahre HARKE: Ostern

In unserer Jubiläumsserie “Historischer Freitag” geht’s diesmal um das Osterfest. Wir nehmen einige Ostertraditionen und -bräuche etwas genauer unter die Lupe.

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"Historischer Freitag": Ostern
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Der Feldhase wird zum Osterhasen

Der Feldhase ist ein sehr bekanntes, sagenumwobenes Tier, das im Mittelpunkt vieler Märchen, Fabeln und Gedichte steht. Auch in Sprichwörtern und Redewendungen finden sich seine Scheu, Schnelligkeit und Wendigkeit oftmals wieder. Wegen seiner Fruchtbarkeit, Schnelligkeit und der ausgeprägten Sinne verehrten ihn bereits die alten Ägypter. Doch wie ist es dazu gekommen, dass der Feldhase einmal im Jahr, ganz gegen seine Natur, Eier legen soll – dazu auch noch bunt gefärbt oder aus Schokolade?

Das Osterfeuer in Holtorf hat eine lange Tradition, hier ein Bild aus dem Jahr 1990. Foto: Archiv

Das Osterfeuer in Holtorf hat eine lange Tradition, hier ein Bild aus dem Jahr 1990. Foto: Archiv

Aus der Vielzahl der Sagen, die sich mit der Beantwortung dieser Frage befassen, sei hier nur eine genannt: Schon die alten Germanen sollen im Frühling die Hasen auf Flächen mit niedrigem Aufwuchs bei seltsamen, schwungvollen Tänzen beobachtet haben. Waren die Langohren dann endlich verschwunden, lagen oftmals Eier in Nestern am Boden. Also lag die Vermutung nahe, dass doch die Hasen die Eier gelegt haben müssen.

Richtig ist aber selbstverständlich, dass die Tiere ihre „Hasenhochzeit“ abhielten und die durch das Treiben aufgeschreckten Brutvögel, zum Beispiel Möwen, Enten und Kiebitze, fluchtartig ihre Nester verließen und die gelegten Eier zurückblieben.

Die Entstehung des Wortes Ostern

Obwohl das Fest besonders im plattdeutschen Raum auch als Paasken, abgeleitet vom hebräischen Wort Pessach, bekannt ist, hat sich die Bezeichnung Ostern durchgesetzt. Zum Ursprung des Begriffes gibt es verschiedene Theorien, so soll das Wort beispielsweise von einer germanischen Erd- und Frühlingsgottheit abgeleitet sein, zu deren Ehren ein Fest im Frühling gefeiert wurde.

Ostereier bemalen, wie hier 1974, hat eine lange Tradition: Carsten Behrmann, Jens Meyer, Gitta Eggers und Hendrik Eggers (von links). Foto: Archiv

Ostereier bemalen, wie hier 1974, hat eine lange Tradition: Carsten Behrmann, Jens Meyer, Gitta Eggers und Hendrik Eggers (von links). Foto: Archiv

Schriftlich erwähnt wurde die Benennung der Göttin als Eostrae erstmals 738 von dem angelsächsischen Kirchenhistoriker Beda Venerabilis, der so den heidnischen Ursprung des Wortes Easter zu erklären versuchte. Auf diese Ausführungen bezog sich Jacob Grimm, als er 1835 die Herkunft des Wortes Ostern nachvollziehen wollte. Der Name der Göttin wurde dabei in Ostara geändert, angelehnt an den mittelhochdeutschen Namen für den Monat April (ôstarmânôt).

Schon die Autoren des Grimmschen Wörterbuches gaben jedoch zu bedenken, dass Eostrae vielleicht nur eine Erfindung Bedas sei und es näherliege, dass der Ursprung im altgermanischen Wort Austro (Morgenröte) zu finden sei. Der Wortstamm ist mit dem altgriechischen Namen der vergöttlichten Morgenröte Eos und dem lateinischen aurora (Morgenröte) verwandt. Aufgrund der Entdeckung des leeren Grabes Jesu „früh am Morgen, als eben die Sonne aufging“ (Mk 16,2) gilt die Morgenröte im Christentum als das Symbol der Auferstehung.

Ostereier werden seit Jahrhunderten verschenkt

Die Sitte, zum Osterfest gefärbte und bemalte Eier zu verschenken, ist schon uralt. Belegt ist, dass es bereits 700 Jahre v. Chr. im alten China Brauch war, sich beim „Kaltfleischfest“, das alljährlich im Frühling begangen wurde, bemalte Eier zu überreichen. Auch die alten Ägypter, die Perser und die Griechen schenkten sich zum Frühlingsbeginn bunte Eier. Es wird angenommen, dass die Kreuzritter diesen Brauch mit nach Europa brachten. Davon, dass sich Freunde in Europa zum Osterfest gegenseitig gefärbte Eier überreichten, wird allerdings urkundlich erst um das Jahr 1600 berichtet.

Ostergrüße: Otto Könemann zeigte 2018 die schönsten Karten aus seiner Sammlung von 1898 bis 1998. Foto: Archiv

Ostergrüße: Otto Könemann zeigte 2018 die schönsten Karten aus seiner Sammlung von 1898 bis 1998. Foto: Archiv

Der französische König Ludwig XV. schenkte seinen Hofleuten hingegen im 18. Jahrhundert bemalte Ostereier, die einen hohen Wert hatten, da sie von den namhaftesten Künstlern der damaligen Zeit bemalt worden waren. Seiner Mätresse, der Madame de Pompadour, schenkte der König sogar goldene Eier, die mit Edelsteinen besetzt waren. Noch verschwenderischer waren die Romanow im zaristischen Russland zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Der Hofjuwelier des letzten Zaren musste für die Zarenfamilie 52 Ostereier anfertigen, die aus Gold und Edelsteinen bestanden – die sogenannten Fabergé-Eier. Berührte man einen kaum sichtbaren Hebel, öffneten sich die Eier und sichtbar wurde ein winziger Pfau, der Rad schlug, oder eine Ballerina, die sich drehte.

Osterfeuer habeneine lange Tradition

Die ältesten Aufzeichnungen über den Brauch, im Gottesdienst eine Osterkerze zu entzünden, stammen aus dem 4. Jahrhundert. Osterkerzen werden in der katholischen Kirche zu Beginn der Osternachtfeier geweiht, entzündet und in die Kirche hineingetragen, um das Licht und die Wärme Christi an die Gläubigen weiterzugeben. Auch in evangelischen Kirchen finden sich zunehmend Osterkerzen, diese werden jedoch üblicherweise das ganze Kirchenjahr über im Gottesdienst angezündet. Aus einem Briefwechsel zwischen dem Missionar Bonifatius und Papst Zacharias aus dem Jahre 751 geht hervor, dass der Brauch des Osterfeuers germanisch-heidnischen Ursprungs ist. Da in der Korrespondenz die Frage aufgeworfen wird, wie im Sinne der Kirche mit Oster- oder Passahfeuern umzugehen sei, lässt sich daraus schließen, dass diese der römischen Kirche bis dahin noch nicht bekannt waren.

Auch im Landkreis Nienburg haben die Osterfeuer eine lange Tradition. Wenn zum Beispiel in den Jahren nach 1900 von Osterfesten erzählt wurde, wussten die alten Nienburger viel aus vergangenen Zeiten zu berichten. Am Vorabend von Ostern, so hieß es, war es ratsam gewesen, auf den Weser- und Auewall zu gehen und dabei Ausschau nach den vielen Osterfeuern zu halten. Sie brannten in der Nähe und in der Ferne, auf beiden Seiten der Weser. Man sprach von etwa 300 brennenden Feuern rings um Nienburg herum. Besondere Bedeutung für die Zuschauer vom Weserwall sollten dabei die hohen Flammen auf den Oyler und Binnen-Bührener Bergen und die im davorliegenden Marschland der Weser gehabt haben. Viele Nienburger Einwohner standen bis in die Nachtstunden hinein auf dem hohen Wall und schauten dem für damalige Zeiten herausragenden Schauspiel zu.

Auch die HARKE-Redaktion war Ostern 2018 sehr kreativ beim Bemalen der Ostereier. Foto: Archiv

Auch die HARKE-Redaktion war Ostern 2018 sehr kreativ beim Bemalen der Ostereier. Foto: Archiv

Zur liebgewonnen Tradition sind auch die Frühlings- und Ostermärkte geworden, die mit Einsetzen der ersten zaghaften Sonnenstrahlen im Landkreis stattfinden. Die Ostermärkte im Estorfer Scheunenviertel oder die Osterausstellung in Höfen ziehen seit vielen Jahren zahlreiche Aussteller und Besucher an. Kinder freuen sich besonders über die Ostereiersuche, die zum Osterwochenende in vielen Orten angeboten wird. Wenngleich in diesem Jahr wohl viele Aktionen rund um die Ostertage ausfallen müssen, wünscht DIE HARKE allen Leserinnen und Lesern ein fröhliches und vor allem gesundes Fest.

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Erstellt:
1. April 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 4min 11sec

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