Was Marcus Toth gern von „Kloppo“ wüsste …

Was Marcus Toth gern von „Kloppo“ wüsste …

Der Lavelsloher Trainer Marcus Toth macht den Auftakt der neuen HARKE-Serie SC Lavelsloh

Die Aufteilung in Norden und Süden ist Geschichte: Erstmals geht die 1. Fußball-Kreisklasse am Wochenende eingleisig ins Rennen. Das beschert Teams wie Rodewald bis zu 70 Kilometer lange Anreisen, dafür treffen die Teams auf erfrischend unbekannte Gegner. Um die Werbetrommel für die neue Liga zu rühren, präsentiert DIE HARKE ab sofort ihren neuen Fragebogen „1. Kreisklasse – das Warm-up“. Darin geht‘s einerseits um sportliche Aspekte zum Spieltag, wir versuchen aber auch, etwas über die Persönlichkeit des jeweiligen Gesprächspartners zu erfahren. Den Auftakt macht Marcus Toth, der neue Trainer des SC Lavelsloh. Am Sonnabend um 13.15 Uhr empfangen die Südkreisler den RSV Rehburg II.

Wie ist die sportliche Lage in Ihrem Team?

In dieser Saison gibt es bei uns bekanntermaßen einen völligen Umbruch. Um ein paar wenige Säulen entsteht eine völlig neue und junge Mannschaft. Der Großteil kommt aus der eigenen A-Jugend und einige Spieler kommen aus der Zweiten hinzu. Da gibt es schon noch einige Großbaustellen, aber noch lange keinen zweiten BER.

Schade ist, dass bei den ersten beiden Saisonspielen drei bis vier potenzielle Startelfspieler fehlen. Das Wichtigste ist aber, dass alle Spieler richtig feine Kerle sind.

Sie gewinnen, weil …

… es für über die Hälfte unseres jungen Teams das erste Spiel im Herrenbereich ist. Einige andere haben bisher in der 3. Kreisklasse gespielt und können sich nun etwas höher empfehlen. Aber das große Plus ist, dass 90 Prozent unserer Spieler aus Diepenau/Lavelsloh kommen und die restlichen zehn schon länger eine Bindung zum Verein haben. Dadurch erhoffen wir uns einige Zuschauer bei unseren Heimspielen; das blieb im letzten Jahr wahrscheinlich auch durch die vielen auswärtigen Spieler auf der Strecke.

Welchen Spieler des Gegners hätten Sie gern?

Ich kenne den aktuellen Kader nicht. Grundsätzlich jemanden wie Danny Kunzmann oder Gerrit Harmening, da wir deren Erfahrung gebrauchen könnten. Ole Lindeken hat ein starkes Tempo.

Was ist bei Ihnen als Trainer verboten?

Für mich wäre ein unkollegiales Verhalten ein absolutes No-Go. Aber das habe ich bei meinen Jungs nicht zu befürchten. Mir selbst untersage ich Trainingseinheiten, in denen es um ewige Passrouten geht und man sich die Beine in den Bauch steht. Ich hasse es, wenn es nicht zur Sache geht.

Wäre Ihre Mannschaft ein Gericht: welches?

Eine Calzone. Du weißt äußerlich, was dich erwartet, aber kannst absolut nicht einschätzen, was wirklich in ihr steckt.

Bei welchem Trainer würden Sie gern hospitieren?

Bei Kloppo. Ich würde mir gerne etwas von seinen Motivationskünsten abgucken. Es ist unfassbar, wie er seine Mannschaften immer wieder aufs Neue komplett heiß macht und sich dadurch jeder Akteur nahezu zerreißt.

Des Weiteren könnte er mir bestimmt eine gute Adresse nennen, bei der man sich das Haupthaar auffüllen lassen kann; bei mir wird es langsam auch frischer ohne Mütze.

Bei welchem TV-Sport schalten Sie um?

Ich sollte es wahrscheinlich nicht sagen, aber ich persönlich kann mit Frauenfußball nix anfangen. Hinzu kommt der Motorsport. Finde ich absolut langweilig. Kann nicht nachvollziehen, warum zum Beispiel der Formel 1-Zirkus ständig um den Globus reisen muss, wo wir ja alle soooo umweltbewusst sein wollen.

Was bringt Sie auf 180?

Das Schlimmste ist für mich, wenn Leute keine Rücksicht auf andere nehmen und denken, sie seien der Nabel der Welt. Sei es im Straßenverkehr oder sonstwo.

Mannschaftstour: Party auf Malle oder Action im Gebirge?

Malle! Das haben wir uns auch fest für das Saisonende vorgenommen. Ein Dachs soll auch mitreisen, wo wir diesen herbekommen, wissen wir allerdings noch nicht. Da kann jeder mal zeigen, was er kann und im Anschluss gibt es ausreichend klasse Gesprächsthemen.