Nienburg 14.09.2019 Von Edda Hagebölling

Was Senioren umtreibt

DIE HARKE am Sonntag zu Besuch beim montäglichen Klönschnack des Seniorenbeirats

Nienburg ist schön, aber nicht so schön, dass es nicht doch noch das eine oder andere zu verbessern gäbe. Das ist der Tenor eines Treffens, das die HamS unlängst in den GBN-Mietertreff in der Jahnstraße 28 führte. Immer am ersten Montag im Monat findet dort ab 15 Uhr der Klönschnack statt, zu dem Nienburgs Seniorenbeirat einlädt. Bei Kaffee und Kuchen wird über „Gott und die Welt“ gesprochen. Und eben auch darüber, was Nienburgs Senioren beschäftigt.

Aus allen Ortsteilen waren die Gäste an diesem Nachmittag in die Stadt gekommen. Aus Langendamm ebenso wie aus Holtorf und Erichshagen-Wölpe. Und natürlich auch aus der Kernstadt selbst. Manche waren mit dem Auto angereist, viele mit dem City-Bus. Dass der City-Treff so zentral liegt, finden sie gut. Gut finden sie auch die neuen sogenannten Seniorenbänke, die auf Initiative der Bürgerstiftung aufgestellt wurden. Und die schönen bunten Stühle, die der Nienburg-Service vor Jahren angeschafft hat.

Noch besser wäre jedoch, wenn die Stühle auch Armlehnen hätten. Damit man besser aufstehen kann. Doch das hat Rosel Wandmacher, Vorsitzende des Nienburger Seniorenbeirats, dem Vorstand der Werbegemeinschaft schon als Anregung mit auf den Weg gegeben.

Richtig schlecht finden die Senioren dagegen, dass die Parkplätze auf dem Neumarkt viel zu schmal sind. Aussteigen sei quasi nicht mehr möglich. Erst recht nicht mit Rollator. In Parkhäuser und Tiefgaragen fahren ältere Menschen nur ungern.

Gut fänden die Senioren, wenn Nienburg mit der „netten Toilette“ weiterkäme. Sie wären auch gerne bereit, eine Nutzungsgebühr von 50 Cent zu zahlen.

Ebenso geben sie die Hoffnung nicht auf, dass die Busse abends und sonnabends ein, zwei Stunden länger und vor allem auch sonntags zwei, dreimal am Tag fahren. Sorgen bereiten Nienburgs Senioren die Radwege, auf denen Gegenverkehr zugelassen ist. Wie das werden soll, wenn es auch in Nienburg die ersten Elektro-Roller gibt, können sie sich überhaupt nicht vorstellen.

Noch gefährlicher ist aber offenbar das Pflaster in Nienburgs Innenstadt. Dort seien schon viele ältere Menschen gestürzt, weil sich die Steine verkantet hätten und zu regelrechten Stolpersteinen geworden seien.

Der Seniorenbeirat weiß natürlich um die Probleme, die die Lebensqualität der älteren Menschen in Nienburg einschränken, und wird auch nicht müde, Missstände anzusprechen. Zu der Verwaltung im Nienburger Rathaus haben sie einen guten Draht, wie Beiratsvorsitzende Rosel Wandmacher ausdrücklich betont.

Zusätzlich zum Klönschnack immer am ersten Montag im Monat um 15 Uhr im GBN-Mietertreff in der Jahnstraße 28 in Nienburg lädt der Seniorenbeirat an gleicher Stelle jeweils am dritten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr zum Doppelkopf- und Skatspielen ein. Nächster Termin ist der 19. September.

Die 100er-Marke ist geknackt: Horst Prüfer und Rosel Wandmacher bei der Begrüßung der Frauen und Männer, die sich zum Musik- und Tanzcafé im "Bürgerpark" eingefunden hatten. Hagebölling

Die 100er-Marke ist geknackt: Horst Prüfer und Rosel Wandmacher bei der Begrüßung der Frauen und Männer, die sich zum Musik- und Tanzcafé im "Bürgerpark" eingefunden hatten. Hagebölling

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Erstellt:
14. September 2019, 19:28 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

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