pixabay.com / © artemtation

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28.04.2020 Von Die Harke

Was Sie nach einem Rohrbruch tun sollten

Es ist der Albtraum vieler Wohneigentümer, Mieter und Nachbarn: ein Rohrbruch im eigenen Haus. Damit dieser Vorfall nicht zu einer Durchfeuchtung des kompletten Gebäudes führt, sollten Sie zwar besonnen, aber schnell handeln. Welche Schritte unverzüglich eingeleitet werden müssen und wie Sie dabei vorgehen, klärt der folgende Artikel.

So erkennen Sie einen akuten Rohrbruch

Wenn Sie dunkle Flecken an den Wänden sehen, die sich nicht durch den Rauch einer Kerze oder durch Schmutz erklären lassen, dann sollten Sie die Stelle näher ansehen. Berühren Sie die Wand mit den Fingern. Fühlt sich die Stelle feucht an, sollten Sie einen schnellen Wasser-Installateur mit Notdienst kontaktieren. Der Notdienst muss besonders dann gewährleistet sein, wenn Sie Ihre Entdeckung nachts oder am Wochenende machen. In diesem Fall sollten Sie keinesfalls bis zur nächsten Woche warten. Auch Schimmel hinter Fußleisten oder Paneelen deuten auf eine feuchte Wand hin, die sehr oft durch einen Rohrbruch verursacht wurden.

Wichtige Maßnahmen nach der Erkennung

Sofern Sie sicher sind, dass es sich um einen Rohrbruch handelt, sollten Sie alsbald die Experten rufen. Wer zu lange wartet, der riskiert, dass er eine Schädlingsbekämpfung gegen Ungeziefer in die Wege leiten muss, weil die Feuchtigkeit Schädlinge anziehen kann. Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Risiken, die mit feuchten Gemäuern einhergehen - Schimmel ist nur eines davon.

Der Fachmann sollte eine Leckortung vornehmen. Anhand dieser findet er recht schnell heraus, wo genau sich der Schaden befindet und welche Zimmer bereits von dem Rohrbruch betroffen sind. Ein modernes Leckortungssystem kann auch verhindern, dass Wände und Böden eröffnet werden müssen.

Kosten für Maßnahmen nach Rohrbruch Sache der Eigentümer

Mieter haben oftmals Angst, dass Sie die Kosten für Reparaturen, für die Ortung, die Trocknung und eventuelle Instandsetzungen selbst tragen müssen. Das ist bei einem echten Rohrbruch nicht der Fall. Informieren Mieter sofort die Vermieter oder - sofern vorhanden - die Hausverwaltung, so müssen die Mieter nichts befürchten. Der klassische Rohrbruch tritt nicht selbstverschuldet auf und ist daher vom Vermieter zu finanzieren. Wichtig nach einem Rohrbruch ist es auch, die direkten Nachbarn und die Wohnung unterhalb der eigenen Wohnung in Kenntnis zu setzen. Ist hier ebenfalls ein Schaden entstanden, trägt die Versicherung oder der Eigentümer bzw. der jeweilige Vermieter die Kosten.

Erste Schritte nach einem Rohrbruch

Bevor die Experten am Ort des Geschehens eintreffen, können Sie als Bewohner bereist einiges dafür tun, um die eventuellen Schäden auf ein Minimum zu begrenzen. In einem ersten Schritt sollten Sie die Wasserzufuhr abstellen, damit nach und nach nicht immer mehr Wasser in die Wohnung oder in den Keller läuft. Anschließend müssen Sie dringend dafür sorgen, dass auch de Stromzufuhr zum betroffenen Raum und zu allen umliegenden Räumen unterbrochen wird. So gehen Sie sicher, dass niemand einen Stromschlag bekommt. Drehen Sie die Sicherungen heraus, um einen Brand oder einen Kurzschluss zu verhindern.

Sofern es bereits Wasser gibt, welches im Raum steht, muss dieses sofort beseitigt werden. Verwenden Sie dafür Handtücher, alte Kleidung oder eine Pumpe. Weil die wenigsten Menschen eine solche besitzen, kann es nicht schaden, dass Sie bei Ihrem direkten Nachbarn um Hilfe bitten. Eventuell kann Ihnen hier mit einer Pumpe oder schlicht mit helfenden Händen ausgeholfen werden. Achten Sie auch darauf, dass Sie Mobiliar so schnell wie möglich aus dem feuchten Raum entfernen. Gerade teure Möbel aus Holz oder elektrische Geräte können sonst einen Schaden nehmen, der sich nicht mehr so einfach beheben lässt.

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Erstellt:
28. April 2020, 11:13 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 52sec

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