Heidi Reckleben-Meyer DH

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Kolumnen 01.11.2017 Von Heidi Reckleben-Meyer

Was bleibt vom Jubiläum?

Das Reformationsjubiläum war in diesem Jahr das Thema – überall. Schon im Vorfeld waren zahlreiche Bücher mit Blick auf Reformation und Martin Luther erschienen. Filme, Reportagen und ganze Informationsreihen zeugten von einer lebendigen Ausgestaltung des Jubiläums. Kein Gottesdienst in diesem Jahr, in dem die Reformation oder Luther nicht irgendwie vorkamen. Mit dem Reformationstag klang das Jubiläum vielerorts aus Die Meinungen zu diesem Jubiläumsjahr gehen stark auseinander. Während die einen froh sind, dass es endlich zu Ende ist, sind andere der Meinung, dass dieses Jahr nachwirken wird. Und dann gibt es da noch diejenigen, die es ganz nett fanden, dass sie in diesem Jahr am Reformationstag ausschlafen konnten, weil 500 Jahre Reformation einen Feiertag bescherten.

Was mir mit Blick auf die Aufbruchjahre zu Zeit Luthers gefällt, ist die breite öffentliche Auseinandersetzung mit dem Glauben, den Zweifeln und den so unterschiedlichen Interpretationen der Bibel. Es ist diese Lebendigkeit, dieses Brennen für eine Sache (im guten Sinne), das die Kirche sich nur wünschen kann – unabhängig davon, ob man mit dem, was Martin Luther gesagt, geschrieben und geäußert haben soll, übereinstimmt. Schön wäre, wenn vom Jubiläumsjahr mehr bliebe als ein womöglich ungelesenes Buch über Luther und eine Playmobil-Figur.

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Erstellt:
1. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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