Das Ensemble freut sich auf die Vorstellungen. Achtermann

Das Ensemble freut sich auf die Vorstellungen. Achtermann

Schweringen 23.09.2017 Von Horst Achtermann

„Was ihr wollt“ in Schweringen

Die Mitglieder von “nota buehne“ proben für Theaterklassiker

William Shakespeares „Was ihr wollt“ bringen Hobby-Schauspieler am 7. und 8. Oktober in Schweringen auf die Bühne. Im Februar dieses Jahres fanden sich 13 Frauen und Männer in Schweringen zusammen und gründeten die Theatergruppe „nota buehne“, abgewandelt von nota bene, einer italienischen Floskel, die so viel heißt wie wohlgemerkt. Stefanie Frank wohnt seit vier Jahren in Schweringen. 35 Jahre ist sie im Laienschauspiel zu Hause: „Mein kreativer Ausgleich“, sagt sie, übernahm Leitung und Regie. „Ich habe mir überlegt, was kannst du mit der Truppe machen?“, erzählt sie. Gemeinsam sei die Gruppe auf den Gedanken gekommen, „Was ihr wollt“ oder die zwölfte Nacht auf die Beine zu stellen.

Kein geringerer als William Shakespeare hat diese bekannte und oft gespielte Komödie geschrieben, sie wurde 1602 als Wortspiel aufgeführt. „Die zwölfte Nacht“ bezieht sich auf die zwölf Nächte nach Weihnachten oder des Dreikönigsfestes. Karnevalszeit in der die Menschen durch Verkleidung vorübergehend ihre Identität wechseln. In Shakespears Zeit wurden auch Frauenrollen auf der Bühne ausnahmslos von Männern gespielt.

Ein kurzer inhaltlicher Abriss: Orsino eines in sich selbst verliebten Verliebten oder Olivia, eigentlich trauernd, die durch die Umstände ihre Lust an der Liebe wieder entflammt sieht oder den Narren, dessen Geschick es ist, das Publikum mit Weisheiten zu erziehen oder Viola die der ganzen Geschichte mit ihrem Auftritt den Anlass der Verwechselung liefert…

Wie fing es mit dem Stück an? Anfang Januar das erste Treffen und im Februar die ersten Leseproben. Anfang April dann Proben mit einzelnen Szenen. Seit Mitte Juli zweimal in der Woche. „Wir machen Shakespeare zeitlos“, sagt Steffi Frank im Pressegespräch. Die Mimik, das Wortspiel, mit wenig viel erreichen, eben das Sprechtheater. Kostüm und Ausstattung kein Problem. „Der Heimatverein hat einen enormen Fundus, da finden wir alles was wir zu einem klassischen Sprechtheater brauchen“ weiß Steffi Frank.

Sie erkennt, dass die Gruppe von der Unterschiedlichkeit lebt, die jeder einzelne mitbringt. Sie lebt ebenso davon, dass Menschen mit Theatererfahrung auf Menschen ohne stoßen. Die Erkenntnis aus diesen Umständen: es entsteht eine Theatergeschichte, aus der jeder Zuschauer etwas mit nach Hause nehmen kann.

Samstag und Sonntag, 7. und 8. Oktober, jeweils ab 15 Uhr wird in Schweringen auf dem Grillplatz „Unterm Ufer „die Inszenierung der „nota buehne“ unter freiem Himmel stattfinden. Bei Schlechtwetter findet die Aufführung im Zelt am Fähranleger direkt an der Weser statt. Der Eintritt ist frei, jedoch wird um Spenden gebeten. Damit soll die eine oder andere Ausstattung finanziert werden. Nach der Vorstellung nimmt sich das Ensemble gerne Zeit, bei einem Glas Wein, Bier oder Wasser mit den Besuchern zu plaudern.

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Erstellt:
23. September 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

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