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11.04.2016 Von Alan Smithee

Was steckt hinter dem Mythos Beamtenkredit?

Das Beamtendarlehn gehört zu den meist diskutierten Finanzierungsformen in Deutschland. Aber was ist dran an dem Mythos des Beamtenkredits? Können sich Beamte wirklich Geld zu wesentlich besseren Konditionen leihen?

Beamtenkredit mehr Rahmenkredit als Mythos

Auch wenn der Begriff Beamtendarlehn etwas anderes vermuten lässt, handelt es sich nicht um eine spezielle Finanzierungsform nur für Beamte. Neben beamteten Personen können auch andere ein Beamtendarlehn bekommen. Dazu zählen unter anderem Angestellte der:

  • Stadtwerke
  • Telekom
  • Rentenversicherung
  • Kirchen
  • Wohlfahrtsverbände
  • städtische Wohnungsbaugesellschaften
  • öffentlich rechtliche Rundfunkanstalten
  • Akademiker im öffentlichen Dienst
  • Pensionäre (aber nicht Rentner)

Was ist ein Beamtenkredit?

Beim Beamtendarlehn handelt es sich um einen normalen Rahmenkredit mit Endfälligkeit. Allerdings ist der Beamtenkredit immer mit eine Kapitallebensversicherung verbunden. Die Lebensversicherung dient dazu, das Darlehn nach dem Ablauf der Laufzeit abzudecken. Oft wird mit der Lebensversicherung eine überschüssige Gewinnbeteiligung erwirtschaftet, die dem Darlehensnehmer nach Tilgung des gesamten Kredites ausgezahlt wird. Die Gewinnbeteiligung ist variabel. Daher kann nicht genau ermittelt werden wie hoch diese am Ende sein wird. Die Laufzeit für einen Beamtenkredit liegt bei 12 bis 20 Jahren, wobei deren Länge die Höhe der monatlichen Zahlung für die Kapitallebensversicherung bestimmt. Für die Zinsbelastung jedoch ist die Laufzeit weniger von Bedeutung, da die Zinsen über den stets gleichbleibenden Gesamtbetrag des Darlehens berechnet werden. Hier liegt auch der Unterschied zum gewöhnlichen Ratenkredit, der in der Regel für 84 Monate oder je nach Kreditinstitut für 120 Monate abgeschlossen wird. Da ein Beamtendarlehen eine Laufzeit von bis zu 240 Monaten haben kann, ist die finanzielle monatliche Belastung beim Beamtenkredit günstiger.Aber ist das Beamtendarlehen dadurch auch im Ganzen günstiger als ein normaler Ratenkredit?

Ist ein Beamtenkredit wirklich billiger?

Beim Beamtendarlehen wird erst nach Ablauf der gesamten vereinbarten Laufzeit getilgt. Demnach errechnen sich die zu leistenden Zinsbelastungen immer aus dem gesamten Kreditbetrag. Am Ende der Laufzeit entsteht so ein sehr großer Zinsbetrag, da während der Kreditlaufzeit keine Tilgung erfolgt. Beim Ratenkredit ist das anders. Hier bleibt die Rate gleich, jedoch ändert sich das Verhältnis zwischen Zinsen und Tilgung. Somit ist ein Beamten Kredit auf keinen Fall günstiger. Nur die monatlich zu leistenden Belastungen fallen geringer aus.

Fazit:

Wem es [MELDUNG=429418]bei einem Kredit[/MELDUNG] vor allem auf günstige monatliche Zahlungen ankommt, ist mit einem Beamtendarlehn sicherlich gut bedient. Allerdings bleibt ein kleines Risiko bezüglich der Lebensversicherung. Theoretisch ist es möglich, dass die Summe aus der Kapitallebensversicherung am Ende nicht ausreicht, um das Darlehn tilgen zu können. In diesem Fall muss die Differenz nachgezahlt werden.

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Erstellt:
11. April 2016, 13:38 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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