Was wären wir nur ohne Laser?

Was wären wir nur ohne Laser?

Wer schon ein Paket bekommen hat, dürfte auch mit Lasertechnik in Berührung gekommen sein - wenn auch nicht direkt. Foto: Siwakorn/AdobeStock

Alle Lampen an? Wenn nicht heute, wann dann? Schließlich ist nicht alle Tage „Internationaler Tag des Lichts“. Mit ihm möchte die UNESCO heute die Bedeutung des Lichts unter anderem in der Wissenschaft, Kultur, Kunst, Bildung, Medizin, Kommunikation und Energienutzung hervorheben.

Aber wir alle wissen, dass Licht auch außerhalb der genannten Bereiche eine immens wichtige Rolle spielt. Spätestens beim nächtlichen Tritt auf eine Playmobilfigur, einen Legostein oder eine achtlos liegengelassene Murmel tritt der Wunsch nach Helligkeit urplötzlich auf – unmittelbar gefolgt entweder von einem still vor sich hin bis laut ausgerufenen Fluch oder der Frage, wer da wieder seine Sachen mitten im Weg hat liegen lassen, statt sie, wie es eigentlich gewünscht war, an den dafür vorgesehenen Platz zurückzulegen.

Hat der Schmerz irgendwann nachgelassen, kann es am Morgen danach allerdings durchaus zur Erkenntnis kommen – nach einem klärenden und stets sachlichen Gespräch mit den mutmaßlichen Verursachern –, dass die Dinge durchaus genau dort liegen sollten und somit gar kein Grund zur Aufregung bestünde.

Doch zurück: Der 16. Mai ist als Termin ausgewählt worden, weil der Physiker Theodore Maiman an einem 16. Mai erstmals Laserstrahlen erzeugt hat. Das war 1960, zusammen mit seinem Assistenten Charles Asawa. Na gut. Das ist dann natürlich etwas ganz anderes. Selbst ein leistungsstarker Laser hätte vermutlich nicht vor einem Tritt auf Spielzeug geschützt.

Mit Laser haben wir ja generell im Alltag tendenziell weniger zu tun, außer wenn wir unsere Laserschwerter einstecken, um durchs All zu fliegen. Oder? Oder nicht. Tatsächlich ist Lasertechnik nahezu allgegenwärtig. An der Supermarktkasse scannt ein Laser Strichcodes, CDs (für die Jüngeren: da drauf waren früher Musik und Hörbücher) werden ebenfalls mit einem Laser gelesen. Außerdem lässt sich damit messen, und sogar Schnitte sind möglich.

Der Tüftler Maiman wird damals mit gerade 33 Lenzen vielleicht gar nicht geahnt haben, welche Rolle seine Erfindung einst haben wird. Sogar zwei Nominierungen für den Nobelpreis blieben ohne Erfolg. Einen Lohn erhielt er allerdings – deutlich später – dann doch. Maiman unterzog sich im Jahr 2000 – da war er über 70 und seine Erfindung 40 Jahre alt – einer Laseroperation.