03.02.2013

„Wasser ist keine Spekulationsware“

ver.di Nienburg unterstützt europaweite Kampagne „Wasser ist Menschenrecht“

Nienburg (DH). „Wasser ist Menschenrecht.“ So lautet die Kampagne der ver.di, die auch von hiesigem Ortsverein Nienburg unterstützt wird. „Eigentlich sollte dies in Europa eine Selbstverständlichkeit sein“, so Christine Kreide vom Vorstand mit dem großen Plakat der Initiative. „Doch zwei Millionen Menschen in den 27 EU-Staaten haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung.“ Gleichzeitig besteht für die Gewerkschafterin die Befürchtung, dass neue europäische Regelungen geschaffen werden, mit der die EU-Kommission Zwangsausschreibungen der Wasserversorgung durchsetzen will.

„Mit der Privatisierung öffentlichen Guts haben wir als Bürger schlechte Erfahrungen“, so Hermann Wilkens aus Uchte. Aus diesem Grund schließt sich der Ortsverein auch dem europäischen Bürgerbegehren an. Dieses fordert, dass die Wasserwirtschaft von der Liberalisierungsagenda ausgeschlossen wird und nicht den Binnenmarktregeln unterworfen wird.

Auch für Sascha Kurzynski, Daniel Staffhorst, Tanja Scholz, Annlis Güttler und Arno Bade darf Wasser keine Spekulationsware werden. Die ersten 100 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner hat der Ortsverein bereits. Bis Oktober können sie für das Bürgerbegehren Unterschriften sammeln. Dann müssen europaweit eine Million Menschen ihre Unterschrift abgegeben haben, um Gehör vor dem Europäischen Parlament zu finden.

Dabei sind strenge Vorgaben zu beachten. Zwar können Unterzeichnende aus verschiedenen Gemeinden auf eine Liste, aber es bedarf des vollständigen Namens.

Unter www.wasser-ist-menschenrecht.de gibt es weitere Informationen. Plakate und Unterschriftenlisten sind a im Nienburger ver.di-Büro, Burgmannshof 5, Telefon 05021-600143, zu erhalten.

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Erstellt:
3. Februar 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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