Joachim Oltmann und Thorsten Edel erläutern, was es mit der Impulsspülung auf sich hat. Foto: Heckmann

Joachim Oltmann und Thorsten Edel erläutern, was es mit der Impulsspülung auf sich hat. Foto: Heckmann

Nienburg 11.06.2020 Von Die Harke

Wasserverzicht wegen Spülung

Verband macht „Impulsspülung im Norden Nienburgs“

Von Montag bis Donnerstag, 15. bis 18. Juni, will der Wasserverband An der Führse in den Ortslagen Holtorf und Erichshagen abschnittsweise Ablagerungen im Wasserleitungsnetz, die sich im Laufe von Jahren an Hydranten, Armaturen und Schiebern gebildet haben, entfernen. An diesen Tag sollten die Anlieger zu bestimmten Zeiten auf Wasserentnahmen verzichten.

Betroffen sind die Anlieger der Straßen östlich des Führser Mühlbachs zwischen dem Kreisel Krügerhof und dem Wölper Burghügel. Für die Instandhaltungsarbeiten soll mit der „Impulsspülung“ eine beim Wasserverband bereits bewährte Technik zum Einsatz kommen.

Dabei, so Joachim Oltmann, stellvertretender Geschäftsführer des Kreisverbands für Wasserwirtschaft, der den Führse-Verband betreut, werden von einem Spezialunternehmen genau dosierte „Luftimpulse“ ins Leitungsnetz gegeben. Diese Druckluft-Stoßwellen lösen Verkrustungen, die sich an den Armaturen im Netz gebildet haben. Oltmann: „Durch die sogenannte Impulsspülung können wir die Technik im Leitungssystem ohne direkten Zugriff reinigen. Wir können also auf teure und zeitaufwendige Erdarbeiten weitgehend verzichten.“

Zwischen 21.30 und 5.30 Uhr sollten, so Wassermeister Thorsten Edel, die Anlieger auf Wasserentnahme (Spülen, Waschen, und Ähnliches) verzichten. Wer in dem genannten Zeitraum Wasser benötigt, sollte sich einen kleinen Vorrat bereitstellen. Nach der Impulsspülung sollte man kurz einen Hahn aufdrehen. Edel: „Es kann sein, dass noch einige Schwebstoffe, die durch die Druckluftimpulse gelöst wurden, im Wasser sind. Die sind vollkommen ungefährlich, aber sehen nicht so schön aus. Im Zweifel einfach kurz das Wasser laufen lassen.“

Da nicht alle Anlieger zeitgleich von den Maßnahmen betroffen sind, bekommen die jeweils relevanten Haushalte vorher ein detailliertes Schreiben vom Wasserverband, in dem das Verfahren und das richtige Verhalten im genannten Zeitraum genau beschrieben wird.

Die Impulsspülung sei ursprünglich für April geplant gewesen, musste aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. „Es ist natürlich nicht schön, wenn man einige Stunden auf Wasser verzichten muss“, sagt Joachim Oltmann. „Aber unterm Strich gehen die Instandhaltungsarbeiten mit dem neuen Verfahren viel schneller, unkomplizierter und günstiger von der Hand.“

Vorab informieren können sich Anlieger bei Wassermeister Thorsten Edel, Telefon (0 50 21) 98 21 72.

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Erstellt:
11. Juni 2020, 17:20 Uhr
Lesedauer:
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