Rund 200 Frauen waren bei der Frühstücksversammlung dabei. Fotos: Landfrauen Hoya

Rund 200 Frauen waren bei der Frühstücksversammlung dabei. Fotos: Landfrauen Hoya

Warpe 14.01.2020 Von Die Harke

„Wege aus der Grübelfalle“

Theologin rät Hoyaer Landfrauen zum „seelischen Hausputz“

Der Landfrauenverein Hoya hatte zum Auftakt des Jahres 2020 im Gasthaus Okelmann zum Frühstück eingeladen. Dort hat zunächst der Chor „Blattgold“ vor den 200 Frauen mehrere Lieder gesungen.

Anschließend hat die Theologin Heidi Krause-Frische aus Minden „Wege aus der Grübelfalle“ aufgezeigt. Täglich würden sich laut Referentin sich 50000 bis 80000 Gedanken im Gehirn eines Menschen ausbreiten. Zu 95 Prozent seien es immer die gleichen, nur fünf Prozent seien neu.

Ein flüchtiger Gedanke setze ein Karussell in Gang. Frauen reagierten besonders auf psychosoziale Fragen mit Grübeln. Die Probleme würden sich verstärken. „Was du denkst, das strahlst du aus. Insbesondere wenn es um die eigene Gefühlslage geht, nimmt das Drama in unserem Kopf seinen Lauf. Es fühlt sich an, als ob wir ein Problem lösen.

Aber alte Kamellen führen zu keinem Erfolg. Die Stimmung verschlechtert sich. Grübler wollen oft keine Antwort finden, weil sie vor der Antwort selbst Angst haben. Sie könnte ja schmerzhaft sein“, erklärte Krause-Frisch.

Vorsitzende Imke Wicke (links) mit Theologin Heidi Krause-Frische.

Vorsitzende Imke Wicke (links) mit Theologin Heidi Krause-Frische.

Dann sei ein „seelischer Hausputz“ nötig. Beim Aufräumen der Seele helfe ein Faktenscheck mit Papier und Bleistift: „Auf der Haben-Seite notieren wir und alles, was uns Kraft gibt, auf der Sollseite alles, was uns Kraft raubt. Das sind die Punkte, die Veränderung brauchen.

Auf die Signale des Körpers sollen wir achten und Orte aufsuchen, die uns gut tun. Wenn wir nach 30 Minuten in der Problemlösung nicht weitergekommen sind, haben wir gegrübelt und nicht nachgedacht. Wir sollen dann die innere Kritikerin stoppen. Wichtig ist die Öffnung zu anderen Menschen. Außerdem hilft es, sich aufzurichten.

Wer eine gerade aufrechte Körperhaltung einnimmt, vertreibt negative Anschauungen.“ Der abschließende Tipp der Theologin: „Achten Sie auf Ihre schönen Gedanken und seien Sie auch dankbar. Dankbarkeit ist eine Liebeserklärung an das Leben.“

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Erstellt:
14. Januar 2020, 20:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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