Der linke Stauverschluss des Drakenburger Wehrs wird erneuert. Foto: WSA Verden

Der linke Stauverschluss des Drakenburger Wehrs wird erneuert. Foto: WSA Verden

Drakenburg 12.04.2021 Von Die Harke

Wehranlage Drakenburg: Lärm und Sperrung deutlich reduziert

Umfassende Instandsetzungen an der Wehranlage

Um auch künftig einen sicheren Betrieb der Wehranlage Drakenburg zu gewährleisten, werden in diesen Tagen auch am linken Stauverschluss umfassende Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Thomas Lippel, Fachbereichsleiter: „2019 haben wir bereits den rechten Stauverschluss umfassend saniert, nun ist auch der linke Verschluss an der Reihe um die Wehranlage für weitere Jahre zu rüsten.“

Im Gegensatz zur damaligen Sanierung vor Ort ist jetzt geplant, den gesamten Wehrverschlusskörper herauszuheben und im Werk des Auftragnehmers aufzuarbeiten. Lippel: „Durch das veränderte Bauverfahren können der Baustellenlärm der im Dreischichtbetrieb durchgeführten Maßnahme und die Folgen der Straßensperrung im Vergleich zur Baumaßnahme 2019 nun auf ein Minimum reduziert werden“.

Zahlreiche Stahlträger werden ausgetauscht und rund 650 Nietverbindungen erneuert. Darüber hinaus werden alle Lagerungen und Gummidichtungen des Verschlusses ersetzt. Der gesamte Stahlbau wird im Anschluss mit einem dreilagigen Korrosionsschutz nach heutigem Stand der Technik beschichtet.

Voraussichtlich Anfang Mai wird der gesamte 250 Tonnen schwere Verschlusskörper mit einem Kranschiff herausgehoben und per Schiff über die Wasserstraße abtransportiert.

Wehranlage befindet sich seit 1956 ohne Unterbrechung im Einsatz

Um den Ausbau sicher durchzuführen, sei es notwendig, die Brücke über die Wehranlage kurzfristig zu sperren, damit der Schwimmkran den Verschlusskörper über die Brücke heben kann. Bereits im Herbst vor der Hochwassersaison wird dann der instandgesetzte Verschlusskörper wieder eingebaut, heißt es in der Pressemitteilung des zuständigen Wasser- und Schiffahrtsamtes.

Die Wehranlage Drakenburg befindet sich seit der Inbetriebnahme im Jahre 1956 bis heute ohne Unterbrechung im Einsatz.

Bereits 1934 fiel der Beschluss, die Mittelweser auszubauen. Durch den Bau von fünf weiteren Staustufen in Schlüsselburg, Landesbergen, Drakenburg, Dörverden und Langwedel sollte der Wasserspiegel der Mittelweser auf ganzer Länge stufenweise so angehoben werden, dass eine durchgehende Fahrrinnentiefe von 2,50 Meter gewährleistet werden konnte. Damit war ein uneingeschränkter Verkehr mit dem 1000-Tonnen-Schiff, dem damaligen Standard-Schiff auf den Binnenschifffahrtskanälen, möglich.

Zum Artikel

Erstellt:
12. April 2021, 17:20 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Karte


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.