Nienburg 03.01.2017 Von Die Harke

Weißer Ring registriert hohe Spendenbereitschaft

Nienburger Außenstelle der Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer weist auf große Anteilnahme nach Anschlag in Berlin hin

Den Opfern des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt und ihren Angehörigen helfen – viele sind dem nachgekommen und haben die Berliner Opferhilfe des Weißen Rings finanziell unterstützt. Darauf weist die Nienburger Außenstelle der Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer in einer Pressemitteilung hin. Darin heißt es: „Die Höhe der gespendeten Beträge variiert. So wurden beispielsweise 100, 200, 500 und sogar 1000 Euro gespendet. Darüber hinaus konnte der Weiße Ring eine Prominenten-Spende von 100000 US-Dollar verzeichnen.“ „Wir möchten allen Spendern von Herzen danken“, sagt Sabine Hartwig, Vorsitzende des Berliner Landesverbands und Vorstandsmitglied des Weißen Rings. „Die hohe Spendenbereitschaft und die große öffentliche Anteilnahme sind eindrucksvolle Zeichen der Solidarität und des Mitfühlens mit Menschen, denen Leid zugefügt wurde.“

Laut Pressemitteilung kommen die Spender aus allen Teilen der Welt. So brachte beispielsweise ein Spender aus Hong Kong eine Überweisung auf den Weg. Auch die Pop-Rock-Band OneRepublic aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Colorado beteiligte sich und überwies 100000 US-Dollar aus der „OneRepublic Good Life Foundation“ an den Weißen Ring.

Die Opferhilfe des Weißen Rings ist bereits angelaufen. Der Verein betreut Opfer desBerliner Anschlags sowie Angehörige und traumatisierte Augenzeugen. Auch am bundesweiten und kostenlosen Opfer-Telefon des Weißen Rings, das an allen sieben Wochentagen von 7 bis 22 Uhr unter der Rufnummer 116006 erreichbar ist, wurde der Anschlag thematisiert.

„Notwendig ist aber auch, mittel- und langfristige Folgen einer Traumatisierung im Blick zu behalten“

„Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden oder einen nahestehenden Menschen durch ein Gewaltverbrechen zu verlieren, ist ein dramatisches Erlebnis, unter dem Betroffene oft nicht nur körperlich, sondern auch seelisch jahrelang leiden“, sagt Hartwig. Die Auswirkungen einer solchen Tat seien häufig auch über den Kreis der unmittelbaren Opfer hinaus spürbar. Für Opfer und Augenzeugen sei es wichtig, sich eine psychotraumatologische Beratung zu holen. Solch schnelle Hilfe ermögliche es, Langzeitfolgen bestmöglich zu reduzieren. „Notwendig ist aber auch, mittel- und langfristige Folgen einer Traumatisierung im Blick zu behalten“, betont Hartwig. Zu diesen gehörten unter anderem ständiges Wiedererleben der Tat, Angstzustände und Schlafstörungen.

Der Weiße Ring steht Opfern von Straftaten und ihren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite: Die ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Mitarbeiter spenden Trost, vermitteln materielle Hilfen und lotsen durch Behördengänge. Auch in Nienburg bieten die ehrenamtlichen Mitarbeiter allen Opfern von Kriminalität diese Unterstützung an.

Der Weiße Ring verfügt über ein Spendenkonto, mit dem die Opferhilfe des Vereins in Berlin weiterhin unterstützt werden kann: Stichwort: Hilfe für Berlin, Deutsche Bank Mainz, IBAN: DE26 5507 0040 0034 3434 00, BIC: DEUTDE5MXXX.

Wer mehr über die Arbeit des Weißen Rings erfahren oder dort Hilfe suchen möchte, kann sich an den Leiter der Nienburger Außenstelle, Peter Rosenkranz, wenden. Er ist unter (05021) 9229122 oder per E-Mail an rosenkranzpeter1@gmx.de erreichbar.

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Erstellt:
3. Januar 2017, 21:00 Uhr
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